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Lebensgefährlich: Jugendliche klammern sich bei 160 km/h an Metronom und fahren mit

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Von: Michael Koch

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Ein Metronom hält auf der Fahrt nach Hamburg Hauptbahnhof am Bahnhof in Bienenbüttel.
An der Lok eines Metronom hatten sich die Jugendlichen festgehalten und sind rund 7 Minuten mitgefahren. © Archivfoto: Florian Beye

Das war hochgefährlich! Die Jugendlichen konnten sich zunächst unbekannt entfernen, wurden dann aber von der Bundespolizei ermittelt.

pm Landkreis Celle/Landkreis Uelzen. Zwei Jugendliche (15, 16) sind außen auf dem Trittbrett und Puffer einer schiebenden Metronom-Lokomotive von Eschede nach Unterlüß mitgefahren. Dabei hatten sie Glück, bei einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde nicht abzurutschen und ins Gleisbett zu stürzen.

Die beiden Jugendlichen aus Höxter waren am Sonnabendvormittag (19. März 2022) in Hannover in den Metronom 82820 Richtung Uelzen eingestiegen. Sie sollen vom Zugbegleiter wegen ungültiger Fahrscheine, fehlender Mund-Nasen-Bedeckungen und Belästigungen von Reisenden in Eschede von der Weiterfahrt ausgeschlossen worden sein.

Nach ersten Ermittlungen des Bundespolizeireviers Uelzen kletterten sie dann unbemerkt am Ende des Zuges auf das Trittbrett und einen Puffer der schiebenden Lokomotive. So fuhren sie sieben Minuten bis Unterlüß mit. Ein Augenzeuge erkannte die lebensgefährliche Situation bei Durchfahrt des Metronoms und setzte einen Notruf ab.

In Unterlüß sind die Jugendlichen in den letzten Waggon eingestiegen. Sie verließen den Zug beim nächsten Halt in Suderburg und entfernten sich unerkannt. Im Bahnhof Uelzen konnten sie jedoch um 13.39 Uhr bei der Überprüfung eines folgenden Zuges von Bundespolizisten ermittelt werden. Immerhin verfügten sie nun über gültige Fahrausweise. Auf der Wache wurden ihre Personalien
festgestellt. Mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden die Jugendlichen entlassen.

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