„Wir wollen mitreden!“

350 Landwirte nehmen an Traktor-Demo in Uelzen teil – Sechs Konvois reisen an

Die Teilnehmer der Traktor-Demo in Uelzen reisten in sechs Konvois aus dem gesamten Kreisgebiet an. Oft ging es bei An- und Abfahrt nur schleppend voran.
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Die Teilnehmer der Traktor-Demo in Uelzen reisten in sechs Konvois aus dem gesamten Kreisgebiet an. Oft ging es bei An- und Abfahrt nur schleppend voran.

Uelzen – „Wir werden behandelt wie der letzte Fußabtreter.“ Landwirt Dr. Lutz Beplate-Haarstrich aus Suderburg ist sauer.

Seiner Meinung nach würden Landwirte zu Unrecht öffentlich gebrandmarkt – als vermeintliche alleinige Verursacher für viele Probleme, wie zum Beispiel die erhöhte Nitratbelastung im Grundwasser. „Wir sind es einfach leid und möchten bei Entscheidungen wie zum Agrarpaket mit an den Tisch genommen werden.“

Dr. Lutz Beplate-Haarstrich, Landwirt

Um seinen Unmut öffentlich zu dokumentieren, nahm Beplate-Haarstrich gestern an der Traktor-Demonstration in Uelzen unter dem Motto „Land schafft Verbindung“ teil. Wie in vielen Städten in der Republik fanden sich auch in der Hansestadt Landwirte mit ihren Traktoren ein, um für mehr Gerechtigkeit aus ihrer Sicht zu demonstrieren. Sechs Konvois mit jeweils rund 50 bis 60 Traktoren hatten sich um 7 Uhr von Ebstorf, Wrestedt, Bad Bevensen, Suderburg, Stoetze und Rätzlingen aus in Richtung Uelzen in Bewegung gesetzt. Mehr als 350 Teilnehmer zählten Organisatoren und Polizei.

Die Landwirte stellten ihre Traktoren nachmittags am Albrecht-Thaer-Gelände ab und nahmen an der Kundgebung mit 15 symbolischen Traktoren auf dem Herzogenplatz in Uelzen teil.

VON TIMO HÖLSCHER

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