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Landtagswahl: Andreas Dobslaw will´s noch mal wissen

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Von: Norman Reuter

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Andreas Dobslaw ist unabhängiger Kandidat bei der Landtagswahl am 9. Oktober. Der 60-Jährige will die Region voranbringen, wie er erklärt.
Andreas Dobslaw ist unabhängiger Kandidat bei der Landtagswahl am 9. Oktober. Der 60-Jährige will die Region voranbringen, wie er erklärt. © Privat

Die Unabhängigen Wählergemeinschaften (UWG) im Landkreis Uelzen machen ernst – und schicken mit Andreas Dobslaw erstmals einen eigenen Bewerber ins Rennen um einen Platz im Landtag.

Uelzen/Langenbrügge – Der 60-jährige Polizeihauptkommissar ist einstimmig als Direktkandidat nominiert worden. Er wolle im Verbund mit Nachbarkreisen die Region voranbringen, und auf Landes- und Bundesebene Gehör finden, sagt er gestern der AZ.

Weil es sich bei den Unabhängigen Wählergemeinschaften um keine Partei handelt und er somit als unabhängiger Kandidat auftritt, muss Andreas Dobslaw mindestens 100 Unterschriften von Unterstützern vorweisen, um zur Wahl zugelassen zu werden. Ihm ist nicht bange, sie zusammen zu bekommen: Er habe bereits viel Zuspruch erfahren, sagt Dobslaw.

Der UWG-Kreisverband hatte in der Frage, ob er erstmals einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken solle, zu Jahresbeginn eine Umfrage gestartet, bei der sich eine Mehrheit dafür aussprach (AZ berichtete). Vorangegangen sei auch eine ausführliche Diskussion bei der Nominierungsveranstaltung in Langenbrügge über das „Für und Wider“ einer Kandidatur, über die Chancen einer Direktwahl, erklärt gestern der UWG-Kreisverband in einer Pressemitteilung.

Ausschlaggebend sei letztlich gewesen, dass es eine große Unzufriedenheit mit dem aktuell gewählten Landtagsabgeordneten gebe. Eine häufig in Langenbrügge geäußerte Meinung sei gewesen: „Wir fühlen uns in Hannover gar nicht vertreten“, so die Unabhängigen Wählergemeinschaften. Für den Wahlkreis Uelzen sitzt Jörg Hillmer (CDU) im Leine-Schloss.

Für Andreas Dobslaw ist es nicht die erste Kandidatur bei einer Landtagswahl: Bereits 2017 versuchte er sein Glück, damals für die SPD, und scheiterte nur knapp gegen Jörg Hillmer. Der 60-Jährige machte zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, wechselte zur Bundes- und schließlich zur Landespolizei. Heute leitet der Stadenser das Sachgebiet Verkehr in der Inspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen.

Er wolle sich parteiübergreifend für eine Stärkung der Region Nordost-Niedersachsen und somit für den Landkreis Uelzen einsetzen, erklärt Dobslaw. Die Erfolge zum Beispiel der IHK oder des Bauernverbandes Nordost-Niedersachsen, aber auch kommunale Verbünde zeigten, wohin die Reise politisch auch für den Landkreis Uelzen gehen müsse. „Bei der letzten Wahl ist viel versprochen worden. Passiert ist nichts“, so Dobslaw. Er wolle, dass Nordost-Niedersachsen gehört werde und Einfluss erhalte. Welche weitere Themen angepackt werden sollen, dazu gebe es im Juni ein weiteres Treffen der UWG, kündigt gestern Andreas Dobslaw an.

„Es wird vielleicht nicht ganz einfach“, sagt Klaus-Georg Franke als Sprecher des UWG-Kreisverbandes – schon, weil es keine prall gefüllte Parteikasse gebe. „Aber wir schaffen ein neues Angebot mit einem regional bekannten und gut vernetzten Kandidaten. Und daher rechnen wir sehr wohl mit einer realistischen Chance“, so der UWG-Sprecher.

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