Es bleibt kühl in der Region

Zu Pfingsten kommt
Sturmtief „Marco“

Trotz eines nass-kalten Wetters in diesem Frühjahr sind auch herrliche Momente zu erleben: Ein beeindruckendes Abendrot über dem Oldenstädter See.
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Trotz eines nass-kalten Wetters in diesem Frühjahr sind auch herrliche Momente zu erleben: Ein beeindruckendes Abendrot über dem Oldenstädter See.

Sturmtief „Marco“ nimmt Kurs auf die Region: Neben starken, am Samstag auch stürmischen Windböen, hat das Tief den nächsten Schwung Regen- und Aprilwetter im Gepäck.

Uelzen/Landkreis – Der Mai lässt uns weiterhin im Regen stehen. Wie auf Bestellung rauscht zum Pfingstsamstag das Sturmtief „Marco“ von England heran. Neben starken, am Samstag auch stürmischen Windböen, hat das Tief den nächsten Schwung Regen- und Aprilwetter im Gepäck. Über die Feiertage wechseln sich Sonne, Wolken und Schauer ab. Auch kurze Gewitter könnten mit von der Partie sein. Gebietsweise zeigt sich auch mal längere Zeit die Sonne.

Für Höchstwerte von 14 bis 16 Grad müsste sich der späte Mai eigentlich entschuldigen. Im weiteren Wochenverlauf bleibt uns das kühle und wechselhafte Wetter voraussichtlich erhalten. Leider ist nach derzeitigem Stand auch längerfristig kein stabiles Frühsommerhoch in Sicht. So lautet der bittere Trend zum Junianfang: eher kühl und wechselhaft mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 65 bis 70 Prozent.

Ursache für das kühle und wechselhafte Frühjahr ist eine äußerst eingefahrene Großwetterlage. Mit nordwestlichen bis nördlichen Winden wird immer wieder sehr kühle Meeresluft nach Mitteleuropa gelenkt. Eine eher augenzwinkernde Erklärung für das derzeit besonders unbotmäßige Wetter könnten die wenig bekannten „Kleinen Eisheiligen“ sein, die ihre Namenstage zwischen dem 21. und 25. Mai haben. Genau genommen sind dies die eigentlichen Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie (11. bis 15. Mai).

Durch den Wechsel vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender im Jahre 1582 haben sich nämlich alle Kalendertage um rund zehn Stellen nach hinten verschoben. So ist auch die Wetterregel in Bezug auf St. Urban (25. Mai) zu verstehen, die auf das Ende der Frostgefahr anspielt und offenbar erst nach der Kalenderreform geprägt wurde: „St. Urban (25. Mai) gibt der Kält’ den Rest, wenn Servaz (korrekt eigentlich 23. Mai) noch etwas übrig lässt“. Zur Wahrheit gehört aber auch: Untersuchungen zum Thema „Eisheilige“ haben keine Kalendergebundenheit von Kälterückfällen nachweisen können, obwohl diese im Mai am häufigsten sind.

Dass der sprichwörtliche Wonnemonat bislang viel zu kühl war, wird wohl keinem verborgen geblieben sein. Aktuell hat sich im nordöstlichen Niedersachsen ein Temperaturdefizit von 2,5 bis 2,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel (1981 bis 2010) aufgebaut. Daran wird sich bis zum Monatsende kaum etwas ändern. So reiht sich der Mai 2021 unter die sechs bis acht kältesten seit mindestens 70 Jahren ein.

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