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Landkreis Uelzen will 75.000 Akten digitalisieren

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Von: Norman Reuter

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Im Kellergeschoss des Kreishauses an der Veerßer Straße sind zurzeit noch Bauakten in Papierform verstaut.
Im Kellergeschoss des Kreishauses an der Veerßer Straße sind zurzeit noch Bauakten in Papierform verstaut. © Reuter, Norman

Hintereinander gereiht, sind es mehr 1,2 Kilometer an Unterlagen: Die Uelzener Kreisverwaltung beabsichtigt, gut 75 000 Bauakten, die zurzeit noch vor allem im Kellergeschoss des bisherigen Kreishauses an der Veerßer Straße lagern, zu digitalisieren.

Uelzen – Die Bauakten sollen diesen Sommer gar nicht mehr mit in das neue Kreishaus an der Eschemannstraße umziehen. In dem dort in den vergangenen beiden Jahren hochgezogenen Verwaltungsgebäude läuft inzwischen der Innenausbau (Siehe Infokasten).

Moderne Technik erlaubt es Verwaltungen, Unterlagen nicht mehr in Papierform lagern zu müssen, sondern auch digital vorhalten zu können. Sie werden als Datensätze gespeichert. Bei neuen Bauanträgen ist das inzwischen üblich. Seit Ende des Jahres 2020 treibt auch die Uelzener Stadtverwaltung die Digitalisierung der Bauaufsicht voran (AZ berichtete).

Das Erfassen der Altakten des Landkreises in digitaler Form ist mit einem siebenstelligen Betrag verbunden. Wie Ulf Frohloff, Leiter des Amtes für Bauordnung und Kreisplanung, im jüngsten Planungsausschuss erklärt, werden Kosten in Höhe von rund einer Million Euro erwartet.

Ein Großteil der Akten werden nach ihrer Digitalisierung vernichtet. Jedoch sollen besonders alte erhalten bleiben und dem Kreisarchiv übergeben werden. „Das betrifft die Jahrgänge 1890 bis 1950“, so Ulf Frohloff.

Für den Vorschlag Christine Köhnke-Löberts, die Akten den jeweiligen Eigentümern von Gebäuden zu überlassen, sieht die Kreisverwaltung keine Möglichkeit. Wie Baudezernent Tobias Linke erklärte, wäre das mit einem sehr hohen Personalaufwand verbunden, weil vieles wieder zusammengefügt und anschließend ausgehändigt werden müsste. „Aber wir digitalisieren sie ja, damit bleiben sie jeweils erhalten“, sagte Linke.

Leitstelle bleibt zunächst an Veerßer Straße

Auf dem Außengelände des neuen Kreishauses laufen nach den Worten des Baudezernenten Tobias Linke „Restarbeiten“. Im Inneren werden Räume und Flure jetzt so hergerichtet, dass in diesem Sommer die Kreisverwaltung in das neue Domizil an der Eschemannstraße einziehen kann. Aktuell würden bereits Akten und Inventar erfasst, um den Umzug planen zu können, so Linke. Vorgesehen ist, dass dieser im August über die Bühne geht und nach der Sommerpause das neue Kreishaus auch von der Politik für Beratungen genutzt werden kann. Das alte Kreishaus wird aber zunächst weiter, bis Ende des Jahres, in Teilen in Betrieb bleiben, erklärt Linke. Die Rettungsleitstelle im Kreishaus werde erst später in das neue Gebäude umziehen können.

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