Leserfragen zum Radverkehr: Richtiges Verhalten an Fußgängerüberwegen

Landkreis Uelzen: Wenn Radler über den Zebrastreifen rollen ...

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Wie ist es nun richtig? Muss das Rad geschoben werden oder können Radler über den Zebrastreifen fahren?

Uelzen/Landkreis – Wenn sich Helmut Knaust an der Sparkasse in Uelzen auf der Sitzbank niederlässt, um etwas zu ruhen und die Menschen zu beobachten, fällt es ihm immer wieder auf: An der Dieterichsstraße steigen nur wenige Radfahrer von ihrem Gefährt ab, um es über den Zebrastreifen zu schieben.

„Von 20 ist es vielleicht einer“, sagt Knaust. Die allermeisten Radler würden über den Zebrastreifen fahren – zwar teils in einem „ordentlichen Tempo“. Für Autofahrer, die in die Dieterichsstraße einbiegen, sei das eine Herausforderung. Aber wie ist das eigentlich?, fragt Knaust im Rahmen der AZ-Aktion zum Radverkehr. Dürfen die Radfahrer auf dem Sattel den Zebrastreifen queren oder müssen sie absteigen?. .

Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte bei der hiesigen Polizeiinspektion, erklärt, dass Radfahrer nicht zwingend absteigen müssen, wenn sie einen Zebrastreifen überqueren. Aber: Wer über den Fußgängerüberweg fahre und nicht absteige, der verliere an dieser Stelle dann das sogenannte Vorrangsrecht gegenüber dem rollenden Verkehr. Denn das gilt für Fußgänger, deswegen auch der Begriff „Fußgängerüberweg“.

Komme es zu einer Kollision und der Radfahrer sei über den Zebrastreifen gefahren, so trage dieser unter Umständen eine Mitschuld. Der Polizist rät: Steigen Sie ab, wenn Sie einen Zebrastreifen überqueren wollen und Sie haben Vorrang vor dem rollenden Verkehr.“

VON NORMAN REUTER

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