Landkreis Uelzen: Test-Teams des DRK sind jetzt im Einsatz

Corona-Abstrich am Container

Das Testangebot auf dem Albrecht-Thaer-Gelände in Uelzen ähnelt einem Drive-In eines Schnellrestaurants. Die Testwilligen fahren vor, die Abstriche werden durch das heruntergelassene Fenster genommen.
+
Das Testangebot auf dem Albrecht-Thaer-Gelände in Uelzen ähnelt einem Drive-In eines Schnellrestaurants. Die Testwilligen fahren vor, die Abstriche werden durch das heruntergelassene Fenster genommen.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
    schließen

Corona-Tests statt Events: Auf dem Albrecht-Thaer-Gelände in Uelzen nehmen seit Dienstag, 6. April, nun Mitarbeiter des DRK Abstriche für Corona-Schnelltests. Nach 15 Minuten liegen die Ergebnisse vor. Mobile Test-Teams sind auch im Landkreis tätig. Das Prinzip ähnelt einem Drive-in eines Schnellrestaurants. Die Kommunen haben das Angebot zusammen mit dem DRK geschaffen.

Uelzen/Landkreis – Die Uhr hat noch nicht zehn geschlagen. Aber die ersten fünf Autos sind bereits auf den Platz gefahren. Eine gute halbe Stunde später ist die Wagenkolonne auf mehr als zehn Fahrzeuge angewachsen: Seit gestern werden auf dem Albrecht-Thaer-Gelände in Uelzen, das für gewöhnlich als Eventfläche für den Rummel und das Open R dient, Menschen auf eine Corona-Infektion getestet. An sechs Tagen in der Woche werden Abstriche genommen. Mobile-Testteams sind auch im Landkreis Uelzen unterwegs. sind täglich an verschiedenen Plätzen anzutreffen. Zum Auftakt gestern haben 194 Menschen das Angebot in Anspruch genommen.

Corona-Testungen sind eine neue Strategie in der Pandemie. Einmal in der Woche haben Bürger die Möglichkeit, sich kostenlos für einen Schnelltest abstreichen zu lassen. Arztpraxen, Apotheken, freie Träger und Kommunen haben so Schnelltest-Angebote geschaffen.

Die mobilen Teams des DRK und die feste Teststation auf dem Albrecht-Thaer-Gelände sind auf Geheiß der Kommunen im Landkreis aus der Taufe gehoben worden. Ende der vergangenen Woche hat es dafür einen Testlauf in Bienenbüttel gegeben, berichtet DRK-Sprecherin Meike Karolat. Etwa 70 Abstriche seien in zwei Stunden genommen worden. Marc Heine, einer der Leiter der Teams, die Abstriche nehmen, schilderte gestern, dass beim Testlauf in Bienenbüttel die Menschen sehr geduldig und gelassen gewesen seien. Es habe auch auflockernde Worte gegeben.

Auch gestern Morgen erfolgt die Abstrichnahme in Uelzen unaufgeregt. Geduldig warten die Fahrer an einem Stopschild. Sie füllen die Bögen, auf denen später auch das Test-Ergebnis eingetragen wird, aus. Ein Mann, der zu Fuß gekommen ist – auch das ist möglich – hat sich zwischen den Autos positioniert. Am aufgestellten Container wird der Abstrich genommen – in der Regel aus der Nase. 15 Minuten später liegt das Ergebnis vor.

In der ersten Stunde werden gestern auf dem Albrecht-Thaer-Gelände 16 Testwillige gezählt. Wie sich die Anzahl der Getesteten in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln wird, das lässt sich noch nicht sagen. Das DRK hatte 2020 auch das von der Kassenärztlichen Vereinigung geschaffene Testzentrum in Rosche betrieben. Aus dieser Zeit wissen die DRKler, dass die Testzahlen sehr unterschiedlich ausfallen können. Sie variieren – je nachdem, ob beispielsweise Feiertage oder die Urlaubszeit anstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare