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Blick auf die Sturm-Tage im Kreis Uelzen: Bäume schließen Autos ein

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Die Bienenbütteler Feuerwehr beseitigt eine Fichte, die direkt vor einem Bus auf die B 4 gestürzt ist.
Die Bienenbütteler Feuerwehr beseitigt eine Fichte, die direkt vor einem Bus auf die B 4 gestürzt ist. © Privat

Uelzen/Landkreis – Auch Sturm Zeynep hinterließ im Uelzener Kreisgebiet eine Spur der Verwüstung. Die Freiwilligen Feuerwehren waren in der Nacht von Freitag auf Sonnabend erneut im Dauereinsatz. Überall waren Bäume von den Straßen zu räumen.

Glück im Unglück hatte ein Busfahrer, als gegen 3.40 Uhr am Steddorfer Kreuz eine Fichte direkt vor dem Reisebus auf die B 4 krachte. Die Frontscheibe zersplitterte dabei. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon, wie die Bienenbütteler Feuerwehr berichtet. Weitere Personen befanden sich nicht im Bus.

In Lehmke schlägt ein Baum auf die Bushaltestelle, wo sonst Fahrgäste warten. foto: huchthausesn
In Lehmke schlägt ein Baum auf die Bushaltestelle, wo sonst Fahrgäste warten. © Privat

Auch im weiteren Verlauf der Bundesstraße südlich von Holdenstedt fielen immer wieder Bäume auf die Fahrbahn. Mehrere Autos und Lastwagen mussten zwischen den Stämmen befreit werden, berichtet die Gemeindefeuerwehr Aue. Auch zwischen Langenbrügge und Stöcken steckten Autofahrer fest.

Eine Birke trifft im Uelzener Sternviertel glücklicherweise nur eine Garage.
Eine Birke trifft im Uelzener Sternviertel glücklicherweise nur eine Garage. © Privat

Gleich drei Kiefern krachten auf ein Haus in der Böddenstedter Siedlung Ortheide. „Ein Teil des Firsts war zerstört. Die Bäume waren glücklicherweise nicht so stark“, berichtet der Suderburger Ortsbrandmeister Matthias Dyck. Auch zwei Häuser im Wehrbrink wurden von Bäumen getroffen. Dort musste die Wehr jedoch nicht eingreifen, weil sie unbewohnt waren. Ein weiterer Baum stürzte in Häcklingen auf ein Wohnhaus.

Auf Höhe der Uelzener Zuckerfabrik landete ein Baum in der Oberleitung der Bahnstrecke. Bis die Bahn den Strom abschaltete, sorgten Kurzschlüsse für ein Feuerwerk. Auch andernorts sperrten Bäume die Bahngleise.

Mit der großen Leiter entfernen Feuerwehrleute Fassadenteile von einem Haus am Emsberg. fotos: Feuerwehr
Mit der großen Leiter entfernen Feuerwehrleute Fassadenteile von einem Haus am Emsberg. © Privat

Gegen 20.25 Uhr gingen die Lichter in Langenbrügge aus, nachdem Bäume die Stromleitung gekappt hatten. Die Celle-Uelzen-Netz konnte jedoch schnell eine provisorische Versorgung aufbauen.

In Uelzen wehten einzelne Dachziegel von Dächern. Von einem höheren Mehrfamilienhaus auf dem Emsberg fiellen Metallplatten ab. Die Feuerwehr fuhr die große Leiter aus, um lose Teile abzunehmen.

In der Ebstorfer Straße in Bad Bevensen beschädigte eine umgeworfene Tanne sechs abgestellte Autos zum Teil erheblich. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 60 000 Euro.

An der Kanalstraße zwischen Bad Bodenteich und Lüder mussten Feuerwehrleute einen Wellblechschuppen von der Straße schaffen.

In einigen Fällen verzichteten die Wehren der Samtgemeinde Aue darauf, Bäume zu entfernen, um die Einsatzkräfte selbst nicht in Gefahr zu bringen, erklärt Pressewartin Annkathrin Sander. Der .Bauhof sperrte die betroffenen Straßen.

„Auch wenn das Sturmtief vorerst vorüber zu sein scheinen vermag, ist weiterhin Vorsicht geboten“, mahnt die Ebstorfer Wehr. „Durch den Sturm geschädigte Bäume und Äste können weiterhin zur lebensgefährlichen Gefahr werden. Meidet daher unbedingt bewaldete Gebiete und achtet auf lose Gegenstände, welche bei einem erneuten Sturm schnell zur Gefahr werden können.“

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