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Landkreis Uelzen: 18 Corona-Ausbrüche in Heimen

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Von: Norman Reuter

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Coronavirus - Corona-Kontrollen am Flughafen München
Trotz Tests bei Mitarbeitern, Bewohnern und Besuchern von Heimen kommt es immer wieder zu Ausbrüchen. © DPA

Das Coronavirus findet trotz regelmäßiger Tests bei Mitabeitern und Besuchern sowie zu tragender FFP2-Masken den Weg in Pflege- und Altenheime in Stadt und Landkreis Uelzen. Das Gesundheitsamt informiert auf AZ-Anfrage, dass es in den Monaten März und April in 18 Einrichtungen zu bestätigten Infektionen gekommen ist. Für Mai liegen noch keine Zahlen vor.

Uelzen/Landkreis ‒ Alten- und Seniorenheime berichten gegenüber der AZ von weitestgehend milden Krankheitsverläufen bei Bewohnern; allerdings waren vonseiten des Gesundheitsamtes für den Landkreis zuletzt auch Corona-Tote gemeldet worden, die in Pflege-Einrichtungen lebten (AZ berichtete).

Heiner Mc Neil, Leiter der Seniorenresidenz an der Rosenmauer, schildert, dass es nach zwei Jahren der Pandemie mit kaum einem Fall vor etwa vier Wochen zu einem größeren Ausbruch im Pflegebereich des Hauses gekommen sei. „In der Spitze hatten wir 26 erkrankte Bewohner“, so Heiner Mc Neil. Auch innerhalb der Belegschaft habe sich das Virus seinen Weg gesucht. Weil Kräfte „der Reihe nach erkrankten“, sei die Pflege mit eigenen Kräften weiterhin möglich gewesen. Die Infektionswelle im Haus konnte inzwischen gebrochen werden, sagt Mc Neil.

Grundsätzlich sind Besuche in Heimen möglich. Einrichtungen berichten davon, dass Besucher trotz möglicher Impfungen einen tagesaktuellen Test vorzuweisen oder in der Einrichtung zu machen haben. Auch sind vom Personal wie von den Besuchern FFP2-Masken zu tragen. Einfluss darauf, was bei Spaziergängen oder aber Besuchen von Heimbewohnern bei Freunden und Bekannten passiert, haben die Heime nicht. Heiner Mc Neil: „Mein Eindruck ist, dass Angehörige leichtsinniger werden.“

Kritik üben Heimleitungen und Betreiber an einer neuen Regelung, wonach sich Infizierte nur noch fünf Tage isolieren müssen. So sagt beispielsweise Olaf Heinemann, Leiter des Senioren- und Pflegeheimes Heinemann in Medingen: „Das ist nicht gut.“ Er sorgt sich, dass das Virus womöglich jetzt wieder leichter den Weg in Heime finde. Katrin China vom Meilerhaus in Uelzen erinnert daran: „Bei uns leben die vulnerablen Gruppen.“

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