Verkehrs-Probleme...

Der Landkreis Gifhorn will „Lovemobile“ von Bundesstraßen entfernen

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Ein rollendes Bordell an der Kreisstraße zwischen Wesendorf und B 4. Den Behörden ist es ein Dorn im Auge. 

dk Uelzen/Gifhorn. Sie stehen an der Bundesstraße 191 von Uelzen nach Celle, an der B 4 in Richtung Gifhorn und an vielen anderen Straßen in der Lüneburger Heide: So genannte Lovemobile – Wohnwagen oder -mobile, meist recht alt, in denen Prostituierte ihre Dienste anbieten.

Der Landkreis Gifhorn versucht nun, mit bestimmten Regelungen den Auswüchsen dieses „Geschäftes“ Herr zu werden – und hat damit einen Verdrängungswettbewerb ausgelöst.

„Ziel des Landkreises Gifhorn ist es, eine einheitliche Regelung für den Umgang mit den Lovemobilen an allen öffentlichen Straßen zu erreichen“, erklärte Erster Kreisrat Thomas Walter auf Anfrage über den Umgang mit den fahrenden Bordellen. Aktuell fehle es noch seitens des Landes Niedersachsen an der Vorlage eines entsprechenden Erlasses für das Prostituiertenschutzgesetz. Dieser Erlass sei vom Landtag und vom Landkreis Gifhorn bereits mehrfach mit Nachdruck eingefordert worden.

Der Kreis hatte die „Lovemobile“ an der Bundesstraße 188 verboten – mit dem Ergebnis, dass sie nun an der Kreisstraße 7 zwischen Wesendorf und B 4 stehen. Wenn man sie dort nun auch verbieten würde, stünden sie bald an Gemeindeverbindungsstraßen, befürchtet der Erste Kreisrat. Er erwartet vom Land eine grundsätzliche Beantwortung der Frage, inwieweit diese Wagen überhaupt rechtmäßig sind und, ob sie unter das Prostituiertenschutzgesetz fallen.

Für das Standverbot an der Bundesstraße 188 bemühte der Landkreis Gifhorn ein ganz anderes Gesetz: Es bestehe erhöhte Unfallgefahr. Mit dieser Begründung könne man nun aber an der Kreisstraße 7 kaum auch noch kommen, weiß man im Kreishaus. Die Ursachen der Prostitution bekämpft man indes so ohnehin nicht...

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