Landgericht Lüneburg: Ramadan N. gesteht, einen Uelzener geschlagen zu haben

Mit der Faust aufs Jochbein

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Vor dem Landgericht Lüneburg müssen sich zwei Uelzener wegen mehrerer Tatvorwürfe verantworten.

Uelzen/Lüneburg. Einen der Anklagepunkte hat Ramadan N. gestern vor dem Landgericht Lüneburg gestanden: Den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung am 6.

März 2013 räumte er in vollem Umfang ein – noch bevor der damals Geschädigte, ein 23-jähriger Uelzener, gestern als Zeuge aussagte. Auch der Zweite auf der Anklagebank, Suleiman K. , gab zu, an dem Tag den 23-Jährigen abgefangen und ihm „eine Schelle“ verpasst zu haben, bevor Ramadan N. mit der Faust zugeschlagen habe. Aus Sicht von Suleiman K. sind dem Ganzen Provokationen von Seiten des 23-Jährigen vorausgegangen.

Ramadan N. und Suleiman K. müssen sich seit September unter anderem wegen dieser Anklage sowie wegen schwerer räuberischer Erpressung vor der 3. großen Strafkammer des Landgerichts verantworten. Die Kammer hat bereits Verhandlungstermine bis in den Januar 2014 angesetzt.

Der 23-jährige Uelzener schilderte den Vorfall vor Gericht: Am 6. März ging er an der Dieterichsstraße entlang in Richtung Gartenstraße, als ihm Suleiman K. und Ramadan N. im Auto entgegen kamen. Die beiden stiegen aus, berichtete der Zeuge. Suleiman K. habe ihn am Kragen gepackt, daraufhin sei Ramadan N. von hinten angelaufen und habe ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. „Er hat gesagt, wenn ich noch mal was machen würde, werde ich abgestochen“, erklärte der 23-Jährige. Als er die Polizei rief, seien die beiden davongelaufen. Fotos, die das Opfer anschließend von der Polizei aufnehmen ließ, zeigen die Verletzung am Jochbein. Nachdem der 23-Jährige Anzeige erstattete, sei er mehrmals von den Beschuldigten – auch über Dritte – dazu aufgefordert worden, diese Anzeige zurückzuziehen.

Vor dem Gericht wurde gestern ein weiterer Vorwurf der Staatsanwaltschaft gegenüber Ramadan N. verhandelt: Demnach soll der 26-Jährige in einer Diskothek an der Dieterichsstraße am 16. März einem 22-Jährigen ebenfalls einen Fausthieb auf Jochbein und Nase versetzt haben. „Ich war auf der Tanzfläche und habe von der Seite einen Schlag bekommen“, schilderte dieser Zeuge. „Ich war kurz benommen und habe dann gesehen, wie Herr N. vor mir stand.“ Er ist überzeugt, dass Ramadan N. ihn geschlagen habe. Der Angeklagte sagte jedoch in der Verhandlung, diese Tat habe er nicht begangen.

Der Prozess wird am 20. November fortgesetzt.

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