Landesforsten richten über 2000 Notfall-Treffpunkte in Niedersächsischen Wäldern auf

Schnelle Hilfe durch rot-weiße Schilder

+
Fritz Buchholtz (links) und Wolfgang Herlitschke beim Einsetzen eines der Hinweisschilder am Notfalltreffpunkt im Wald.

Landkreis. Mit kleinen, rot-weißen Hinweisschildern wollen die Niedersächsischen Landesforsten die schnelle Hilfeleistung bei Unfällen im Wald verbessern.

An 56 Notfalltreffpunkten des Forstamtes Oerrel haben Forstamtsmitarbeiter im Landkreis Uelzen und anliegenden Landkreisen die Schilder angebracht. Allein 39 von ihnen fallen in den Bereich des Landkreises Uelzen. Hinzu kommen vier Punkte vom Forstamt Unterlüß und ein Punkt im Forstamt Göhrde, die jeweils im Landkreis liegen.

Jedes der insgesamt 44 Schilder trägt eine Bezeichnung, die aus der Buchstabenkombination des zuständigen Landkreises – also „UE“ im Landkreis Uelzen – und einer Nummerierung des jeweiligen Punktes besteht. Um eine schnelle Rettung zu garantieren, so heißt es von dem Landesbetrieb, können in einem Notfall Mitarbeiter oder Waldbesucher den Einsatzkräften über die Notrufnummer 112 den Treffpunkt durchgeben – statt beschreiben zu müssen, wo sie sich im unübersichtlichen Wald befinden. Den zuständigen Rettungsleitstellen stehe ausführliches Kartenmaterial zur Verfügung, was ein zügiges Anfahren des Notfall-Treffpunktes durch Notarzt und Rettungsfahrzeug und von dort die Weiterführung durch den Anrufer zum Unfallopfer ermöglicht. In allen 24 Forstämtern der Landesforsten wurden landesweit über 2000 Notfalltreffpunktschilder im einheitlichen Design aufgestellt.

Das System der Notfallrettungspunkte wurde ursprünglich für den Forstbetrieb entwickelt. Verunglückt ein Forstarbeiter bei der Arbeit im Wald, so ist es laut einer Mitteilung der Landesforsten fast unmöglich für den Rettungsdienst, auf Anhieb den Unfallort zu finden. Daher gelte der Grundsatz: Gefährliche Arbeiten werden stets von mindestens drei Personen ausgeführt. Wenn einer einen Unfall erleidet, bleibt der Zweite und leistet Erste Hilfe, der Dritte informiert den Rettungsdienst und trifft sich mit den Sanitätern am nächstgelegenen Rettungspunkt und lotst diese dann direkt an den Unfallort. So werden Suchfahrten vermieden und Zeit gespart.

Um im Falle eines Notfalls noch schneller einen Notfalltreffpunkt zu finden, wurde auch in Zusammenarbeit mit den Landesforsten eine App für Smartphones entwickelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare