Land verlangt genauere Etat-Zahlen

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Der Kreis Uelzen muss die Zahlen für seine geplanten Haushalts-Einsparungen noch einmal konkretisieren und zudem nachweisen, dass die Kürzungen nachhaltig sind.

Uelzen/Landkreis. Der Kreis Uelzen muss die Zahlen für seine geplanten Haushalts-Einsparungen noch einmal konkretisieren und zudem nachweisen, dass die Kürzungen nachhaltig sind. Diesen Auftrag hat Landrat Theodor Elster jetzt bei einem Gespräch im niedersächsischen Innenministerium erhalten. „Unser bisheriges Schreiben mit den Haushaltszahlen hat nicht genügt“, sagte Elster.

Zum wiederholten Mal hatte er sich mit Mitarbeitern von Innenminister Uwe Schünemann in Hannover getroffen, um über eine mögliche Finanzhilfe des Landes für den Kreis Uelzen zu sprechen. Wie berichtet, hofft Elster, dass das Land im Rahmen seines Zukunftsvertrages 75 Prozent der aufgelaufenen Kassenkredite des Kreises Uelzen übernimmt. Das würde einer Tilgungssumme von etwa 60 Millionen Euro entsprechen.

Bis dahin sind aber noch einige Hürden zu überwinden. Elster ist aber nach eigenen Worten „guter Hoffnung“, dass das Land die Finanzhilfe letztlich gewährt. „Wir sind auf einem ganz guten Weg, eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen“, sagte Elster auf AZ-Nachfrage. Dass das Land auf weitere Etat-Zahlen pocht und sich der Verhandlungsprozess in die Länge zieht, habe ihn nicht überrascht, erklärte er.

Das Innenministerium habe angekündigt, dem Kreis Uelzen nach Vorlage weiterer Haushaltszahlen einen schriftlichen Vertragsentwurf über die Finanzhilfe zukommen zu lassen. Bis zum Ende der Wahlperiode im Herbst wolle das Land die Zukunftsverträge mit den Kommunen abgeschlossen haben. „Ich hoffe, dass wir das im Sommer im Kreistag entscheiden können“, meinte Elster.

Von Bernd Schossadowski

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