Straßenmeistereien haben sich schon mit Streusalz für den Winter eingedeckt

Die Lager sind randvoll

Ralf Lüders, Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei, hält einige hundert Gramm der insgesamt 1000 Tonnen Salz in den Händen, die in der Halle auf dem Betriebshof in Oldenstadt lagern. Foto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Jetzt kann der Winter kommen: Sowohl die Kreisstraßenmeisterei in Oldenstadt als auch die für Bundes- und Landesstraßen zuständige Meisterei in Holdenstedt haben sich bereits umfangreich mit Streusalz eingedeckt.

Und auch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat auf die Liefer-Engpässe der vergangenen beiden Winter reagiert und ein 25 000 Tonnen Salz fassendes Zentrallager nahe Stade eingerichtet.

„Unsere Halle ist mit 800 Tonnen Streusalz randvoll“, berichtet Manuela Kapak-Wendt, Leiterin der Straßenmeisterei in Holdenstedt. Bereits im Frühjahr ist die Salzlieferung aus den Niederlanden dort eingetroffen. Kostengründe habe das aber nicht, erläutert Kapak-Wendt: „Wir machen immer eine große Jahresausschreibung. Die Preise bleiben dann gleich – ganz egal, zu welchem Zeitpunkt im Jahr das Salz geliefert wird.“ Doch die Straßenmeisterei wolle sich eben frühzeitig mit Salz eindecken, um mögliche Lieferprobleme der Anbieter im Dezember oder Januar zu umgehen.

Die 800 Tonnen, die in einer Halle auf dem Betriebsgelände lagern, werden jedoch nicht für die gesamte kalte Jahreszeit ausreichen. „In einem normalen Winter brauchen wir mindestens zwei Umläufe, also 1600 Tonnen. In manchen Jahren haben auch drei Umläufe nicht gereicht“, sagt Kapak-Wendt. Im vorigen Winter hat die Meisterei rund 2200 Tonnen verbraucht. Der Bau einer zweiten Lagerhalle sei aus Kostengründen aber nicht möglich. Auch logistisch entspreche das nicht mehr modernen Grundsätzen. „Alle Unternehmen leben inzwischen von der Just-in-Time-Lieferung, so auch wir“, so Kapak-Wendt.

Ein randvolles Streusalz-Lager vermeldet auch die Kreisstraßenmeisterei in Oldenstadt. Mitte Juli wurden dort 400 Tonnen per Lastwagen aus Sondershausen im Harz angeliefert. „Jetzt stehen uns insgesamt 1000 Tonnen als Vorrat zur Verfügung“, sagt Einsatzleiter Reiner Ripke. Zum Vergleich: Im vorigen Winter haben seine Mitarbeiter 1350 Tonnen Salz auf den Kreisstraßen verteilt. „Deshalb werden wir, je nach Verbrauch, im Winter wieder nachbestellen“, kündigt Ripke an.

Sogar die 25-fache Menge Salz wie in Oldenstadt befindet sich derzeit in einer Halle in Hechthausen bei Stade. Dort hat die Landesbehörde ein zentrales Lager für ihre Geschäftsbereiche Lüneburg, Verden und Stade eingerichtet. „Wir machen das zum ersten Mal, weil wir eine Reserve haben wollen, falls es bei den normalen Salzlieferungen im Winter wieder zu Liefer-Engpässen kommen sollte“, erläutert Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg. Die Salzmenge werde entsprechend der Kilometerlänge, die die drei Partner auf Bundes- und Landesstraßen zu betreuen haben, aufgeteilt. „Wir werden das aber flexibel handhaben“, betont Möller. Er glaubt, dass die eingelagerte Tonnage für den nächsten Winter reichen müsste.

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare