Die Lage verschärft sich

Uelzen: Agentur für Arbeit erwartet für 2018 eine Zunahme des Fachkräftemangels

Uelzen/Landkreis. Vordergründig ist die Lage am Arbeitsmarkt im Landkreis Uelzen gut. Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter, es gibt mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Der Fachkräftemangel droht in diesem Jahr aber zu einem noch größeren Problem für die hiesigen Unternehmen zu werden. Hierzu haben die Agentur für Arbeit und das Jobcenter jetzt Zahlen vorgestellt.

2017, erklärt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, ist die Arbeitslosenquote von 6.1 auf 5,8 Prozent gesunken. Nur noch 2694 Personen im Landkreis sind arbeitslos gemeldet, 110 oder 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Es sind, das macht Kuechler-Kakoschke deutlich, gute Zeiten für Arbeitnehmer. Im Grunde habe jeder Arbeitssuchende gute Chancen auf eine Anstellung. Dies gelte insbesondere für suchende Fachkräfte mit abgschlossener Ausbildung oder Studium, aber zunehmend auch für geringqualifizierte ohne Ausbildung.

„Hauptsache motiviert“ gäben Arbeitgeber zunehmend als Anforderungsprofil an und würden es immer häufiger auch mit Kandidaten probieren, die auf den ersten Blick nicht so geeignet seien – eine Gesamtentwicklung, von der zunehmend auch ältere Arbeitssuchende über 50 Jahre profitierten.

Für Kuechler-Kakoschke ist aber auch klar: „Der Fachkräftemangel wird sich verschärfen.“ Dies ergebe sich aus volkswirtschaftlichen Berechnungen auf der Grundlage eines 2018 voraussichtlich um 1,7 Prozent wachsenden Bruttoinlandproduktes. Hieraus ergebe sich ein weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit um 3,9 Prozent während gleichzeitig die Zahl der sozialversciherten beschäftigten im Landkreis um 2,3 wachsen werde.

Schon heute wirken hiesige Unternehmen, abhängig von der Größe ihrer Not und ihren Möglichkeiten, der Knappheit entgegen, indem sie erhöhte Gehälter zahlten, PKW zur Nutzung überließen, Smartphones oder Tablets verschenkten und einen hohen Grad der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichten.

Ausbilden, so Kuechler-Kakoschke, sei für hiesige Unternehmen oft der Schlüssel, um Personal zu rekrutieren. Hierfür müssten sich die Firmen aber auch technisch gut aufstellen.

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Rubriklistenbild: © dpa

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