Intensivtäter sorgt für neue Polizei-Einsätze

Nach Entlassung aus Gewahrsam: 37-Jähriger lässt Frauen nicht in Ruhe

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(Symbolbild)

Uelzen. Der 37-jährige Türke, gegen den in diesem Jahr bereits mehr als 50 Strafanzeigen erstattet wurden, weil er unter anderem immer wieder Frauen stalkt und auch einen Mann schlug, beschäftigt weiter die Uelzener Polizei.

Wenige Stunden, nachdem er am Wochenende aus einem zehntägigen Polizeigewahrsam freigekommen ist, hat sich der Mann in der Hansestadt einmal mehr über ein Annäherungsverbot hinweggesetzt. Dieses war von einer Ex-Freundin durchgesetzt worden.

Das erklärt Polizeisprecher Kai Richter auf AZ-Nachfrage und berichtet von einem entsprechenden Einsatz der Uelzener Beamten. Zudem warf der 37-Jährige zu Beginn der Woche am Herzogenplatz Bälle, geformt aus dem Eis, das von der Eisbahn geschoben worden war.

Der Mann hatte vor dem zehntägigen Polizeigewahrsam fast täglich für Polizei-Einsätze in der Hansestadt gesorgt, und dies nicht nur, weil er Frauen immer wieder nachstellte und sich aggressiv zeigte. An der Lucas-Backmeister-Schule soll er im betrunkenen Zustand auch Mädchen und Jungen angesprochen haben, was für Aufregung unter den Kindern, Eltern und im Kollegium sorgte.

Als die Polizisten den 37-Jährigen bei Einsätzen antrafen, stand dieser zumeist unter Alkohol- und Drogen-Einfluss. Die Beamten steckten ihn tage- und nächteweise in Polizeigewahrsam. Mindestens einen Beamten hat er dabei verletzt. Nach den fast täglichen Einsätzen erließ das Amtsgericht Uelzen schließlich das Dauergewahrsam von zehn Tagen, aus dem er am Sonnabend entlassen wurde.

Noch völlig unklar ist, wann sich der Mann für seine begangenen Taten vor Gericht zu verantworten hat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lüneburg hat sie zehn Anklagen abgefasst, unter anderem wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Polizeibeamte und Stalkings. Die Anklagen seien dem Amtsgericht in Uelzen übergeben worden. Von dort heißt es, dass sich zurzeit eine Richterin mit der Akte befasse. Verhandlungstermine seien noch nicht angesetzt. Dem Beschuldigten müsse vorab immer die Möglichkeit gegeben werden, zum Tatvorwurf Stellung zu nehmen, so Amtsgerichtsdirektor Andreas Borchers im AZ-Gespräch. Für weitere Nachfragen war die Richterin zunächst nicht erreichbar.

Laut der Staatsanwaltschaft liegen keine Gründe vor, die eine Untersuchungshaft für den 37-Jährigen rechtfertigen würden.

Von Norman Reuter

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