Nach der Zwangspause

Bildungspaket für den Sommer: Uelzener KVHS holt Kurse nach 

Auf einem Stehtisch am Alten Rathaus in Uelzen liegt das Programm für den Bildungssommer aus.
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Auf einem Stehtisch am Alten Rathaus in Uelzen liegt das Programm für den Bildungssommer aus.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Die Kreisvolkshochschule holt jetzt Kurse nach, die wegen des Lockdowns zunächst nicht angeboten werden konnten. Im Herbst startet ein neues Semester und es greift eine neue Gebührensatzung.

Uelzen/Landkreis – Ein Aufsteller steht vor dem Eingang. Auf einem Tisch daneben liegt das Programm. Die Kreisvolkshochschule (KVHS) im Alten Rathaus in Uelzen wirbt für den „Bildungssommer“. In den kommenden Wochen werden Kurse, die aufgrund der Infektionslage und des damit verbundenen Lockdowns nicht stattfinden konnten, nachgeholt. „Das Interesse dafür ist vorhanden. Die Referenten wollen auch wieder unterrichten“, sagt KVHS-Leiter Jan Philipp Skiba.

Monate der Ungewissheit liegen hinter Skiba und den Lehrenden der Kreisvolkshochschule. „Die Beschränkungen wurden immer wieder verlängert. Wir hatten keine Planungssicherheit“, so der KVHS-Leiter. Absagen und ein stetiges Umplanen prägten die Monate.

Anders als beim ersten Lockdown im Frühjahr 2020 konnten über den digitalen Weg aber Kurse und Unterricht angeboten werden. Wie Skiba ausführt, soll das Online-Angebot nun verstetigt werden: „Das ist als Ergänzung gedacht.“

Als Bildungsträger für die Kreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg und damit für einen ländlichen Raum bietet das Chancen, mehr Menschen mit Angeboten zu erreichen. Der KVHS-Leiter berichtet von einem Fall, in dem aktuell jemand aus Gartow (Lüchow-Dannenberg) via Internet an einem Kurs, der in Suderburg stattfindet, teilnimmt. Online- und Hybrid-Veranstaltungen machen das möglich.

Skiba weiß aber: Auf dem Online-Weg stößt der Bildungsträger auch an seine Grenzen. So musste der Sprachunterricht für Migranten zeitweise komplett eingestellt werden. Ihn online fortzuführen, scheiterte vor allem daran, dass die Kursteilnehmer nicht über die entsprechenden Computer verfügten, um am Bildschirm unterrichtet zu werden. Am Ende sei es mit „Biegen und Brechen“ gelungen, diesen Unterricht als Online-Format anbieten zu können.

Bei all den Möglichkeiten, die die Technik bietet: „Präsenzunterricht ist noch mal etwas anderes.“ Mit den Angeboten im Bildungssommer sollen Kurse vor Ort nachgeholt werden. Aufgrund der niedrigen Corona-Inzidenz gilt aktuell auch keine Maskenpflicht in den Kursen.

Zum 1. September startet dann ein neues Semester mit Angeboten. Dann greift auch eine überarbeitete Gebührensatzung. Die Sätze wurde angepasst, einen Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gebe es nicht, betont Skiba. Die letzte Gebührensatzung wurde 2012 genehmigt, ist also fast zehn Jahre alt. In der Region habe es bei anderen Volkshochschulen Steigerungen gegeben. Die hiesige KVHS ziehe nach. In einer Beispielrechnung kommt Skiba auf 25 Cent, die nun eine Unterrichtsstunde teurer wird. Der KVHS-Leiter spricht von moderaten Anpassungen.

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