Alltag der Menschen ändert sich und damit der Energieverbrauch

Kurzarbeit, keine Schule: Uelzen steht weniger unter Strom

Die Menschen arbeiten nun verstärkt von zuhause aus. Das wird sich am Ende des Jahres bei der Stromrechnung bemerkbar machen, erklären die Stadtwerke Uelzen.
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Die Menschen arbeiten nun verstärkt von zuhause aus. Das wird sich am Ende des Jahres bei der Stromrechnung bemerkbar machen, erklären die Stadtwerke Uelzen.

Uelzen/Landkreis – Mit der Corona-Pandemie hat sich der Alltag verändert: Das Licht in Boutiquen, Fachgeschäften und Bücherläden bleibt aus. Sie dürfen nicht öffnen. Kinder gehen nicht zur Schule. Menschen sitzen zuhause vor dem PC.

Homeoffice ist eines der Schlageworte dieser Zeiten – all das hat Folgen bis ins Detail, wie AZ-Nachfragen bei den Uelzener Stadtwerken und der SVO zeigen. Demnach ist der Stromverbrauch über den Tag für das Uelzener Stadtgebiet zurückgegangen.

Die Auswertungen zeigten, dass der Stromenergieverbrauch über den Tag insgesamt „um etwa zehn Prozent“ gesunken sei, erklärt Stadtwerkesprecherin Franziska Albrecht. Das kommunale Unternehmen führt das auf die geschlossenen gewerblichen Betriebe zurück.

In den von den Stadtwerken betreuten Haushalten hat sich, wie Franziska Albrecht weiter erklärt, die Stromnutzung „geringfügig erhöht“ – bedingt durch das Homeoffice und damit verbunden eine stärkere Nutzung der Küchengeräte, weil zuhause dann auch mehr gekocht wird.

Wie wird sich das am Ende des Jahres bei der Abrechnung bemerkbar machen? Franziska Albrecht: „Für Privatpersonen im Homeoffice rechnen wir mit Mehrkosten für Strom in Höhe von durchschnittlich einem Euro pro Person/Tag.“

Im Landkreisgebiet, das von der SVO mit Energie versorgt wird, zeigen sich bisher kaum Veränderungen, was den Stromverbrauch insgesamt betrifft. Aber von einer Verschiebung bezüglich der Nutzer ist auszugehen. Was bisher in Firmen an Strom verbraucht wurde, wird jetzt dann verstärkt im Homeoffice benötigt.

Was die Wassernutzung betrifft, so zeigen sich durch die Corona-Pandemie keine Auffälligkeiten im Landkreis. Das ist nicht überall in Niedersachsen so – in der Stadt Hannover waschen sich die Menschen nun später, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung jüngst berichtete. Franziska Albrecht kommt für das Uelzener Stadtgebiet zu dem Ergebnis: „Zum aktuellen Zeitpunkt verzeichnen wir bei der Wassernutzung keine auffälligen Veränderungen hinsichtlich Uhrzeiten oder Mengenabgaben.“ In gleicher Weise äußert sich auch die SVO.

Dennoch ist für die beiden Unternehmen die Wassernutzung aktuell ein Thema – eine Keimbelastung soll ausgeschlossen werden. Sie erinnern daran, dass in ruhenden oder kaum genutzten Betrieben die Leitungen alle drei bis sieben Tage gespült und die Wasseranschlüsse drei bis fünf Minuten geöffnet werden sollen, sodass das Trinkwasser ausgetauscht wird.

VON NORMAN REUTER

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