Die Kurbahn im Nadelöhr

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Die Kurbahn naht und ein parkendes Auto versperrt ihr die Durchfahrt: Die Bevenser Polizei, hier beobachtet Stationsleiter Reinhard Eichel die Situation, musste schon mehrfach den Abschleppwagen rufen.

Bad Bevensen. Mal eben Zigaretten holen, einen kleinen Imbiss einnehmen oder Bankgeschäfte erledigen. An der Bahnhofstraße in Bad Bevensen wird häufig aus diesen und anderen Anlässen geparkt. Doch genau das ist in der verkehrsberuhigten Straße nicht nur verboten, sondern hat mehrfach auch zu Problemen mit der Kurbahn geführt. Denn für die entsteht durch die abgestellten Fahrzeuge ein unüberwindbares Nadelöhr. Von Ines Bräutigam

„Es hat dort Schwierigkeiten gegeben“, bestätigt Bad Bevensens stellvertretender Ordnungsamtsleiter Dieter Behne auf AZ-Nachfrage. Durch die zwangsläufigen Wartezeiten vor den geparkten Autos war der Fahrplan der Kurbahn bereits einige Male durcheinander geraten. „Das hat sich aber schon ein wenig gebessert“, weiß Behne. Denn das Ordnungsamt hat verstärkt ein Auge auf das Problem geworfen und widerrechtlich parkenden Fahrzeugen rigoros Verwarnungen erteilt.

Auch der Bevenser Polizei ist das Parken an der Bahnhofstraße ein Dorn im Auge. „Der Abschleppwagen war schon mehrfach unterwegs“, sagt Jörg Golze, stellvertretender Leiter der örtlichen Polizeistation. Um die Situation etwas zu entschärfen, sollen nun Halteverbotsschilder deutlich sichtbar installiert werden.

Außerdem überlege man derzeit, ob die Kurbahn statt der Bahnhofstraße eine Alternativstrecke ansteuern kann, um Engpässe zu vermeiden, sagt Dieter Behne. Eine Möglichkeit sei, dass sie über die Lüneburger Straße die Fußgängerzone ansteuere und weiter in die Straße „Im Hagen“ fahre. Allerdings würde auch diese Variante nicht ganz reibungslos laufen. „An der Lüneburger Straße finden regelmäßig Veranstaltungen statt“, sagt Behne. An diesen Tagen sei ein Durchfahren der Kurbahn also auch hier unmöglich. Außerdem gibt es ein weiteres Gedankenspiel: Nach Fertigstellung des Kirchplatz-Umbaus könnte die Kurbahn vom Neptunbrunnen aus direkt durch die Fußgängerzone fahren.

Grundsätzlich kann der stellvertretende Ordnungsamtsleiter nach zwei Monaten Kurbahn-Verkehr in Bad Bevensen feststellen: „Die Bahn wird akzeptiert.“ Beschwerden gebe es aber sehr wohl, wenn das auf „Thermelinchen“ getaufte Gespann wegen Wartungsarbeiten oder aus anderen Gründen ausfällt und durch einen Bus ersetzt wird. „Dann wird’s problematisch“, weiß Dieter Behne.

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