Freche Smileys und Monster, die Glück bringen sollen: Studenten verpassen 15 Litfaßsäulen in Uelzen neues Antlitz

Kunst auf 360 Grad

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Die Studenten Wiebke Boltes (li. oben), Janina Wetzig und Haejin Park sind aus Bremen angereist, um die Litfaßsäule am Spielplatz an der Lembekestraße in ein Monster zu verwandeln.

Uelzen. Die kalten Temperaturen können Wiebke Boltes (33), Haejin Park (27) und Janika Wetzig (27) nicht von ihrem Plan abhalten.

Die Studenten für integriertes Design sind extra von Bremen angereist, um „ihre“ Litfaßsäule am Spielplatz an der Lembekestraße in ein Monster zu verwandeln – aber kein böses. „Wir gestalten die Säule für die Kinder, die hier spielen“, versichert Janika Wetzig. „Sie soll ein Glücksbringer sein. “.

Das Besondere an dem Monster: „Im Maul befestigen wir Objekte unter einer schwarzen Folie, die von den Kindern ertastet werden können“, erklärt Wiebke Boltes. Das Ziel der Studenten sei es, Kreativität und Phantasie der Kinder anzuregen. „Wir möchten wissen, was sie denken.“

An der Litfaßsäule befinden sich ein Briefkasten und Info-Flyer, auf deren Rückseite die Kinder aufschreiben oder -malen können, was sie über das freundliche Monster denken. „Wir möchten, dass die Säulen auch Sprachrohr für ihre Umgebung sind“, sagt Janina Wetzig.

Die Litfaßsäule am Spielplatz ist eine von zwei, die von den Studenten per Hand bemalt wird. Andere Motive wurden von den Studenten am Computer entwickelt, ausgedruckt und auf die Säulen geklebt. „Wir haben bei uns im Studio eine kleine Litfaßsäule im Maßstab 1:10, auf der wir ausprobiert haben, wie die Motive wirken“, berichtet Wiebke Boltes. Denn auch für die Studenten ist das Projekt einzigartig: „Eigentlich machen wir im Studium nicht so viel Praktisches, und eine Säule als Leinwand ist schon außergewöhnlich.“

Beim Motiv „Perspektivwechsel“ an der Scharnhorststraße verändert sich der Gesichtsausdruck des abgebildeten Smilyes – je nachdem, von welcher Seite man ihn betrachtet.

Aufmerksamkeit erregen die Kunst-Säulen auf jeden Fall. „Vorhin kam eine Frau vorbei, die alle Säulen mit dem Fahrrad abgefahren ist“, sagt Janika Wetzig schmunzelnd. Im Projektladen im Hundertwasser-Bahnhof und der Uelzener Tourist-Information gibt es einen Stadtplan, auf dem die Standorte eingezeichnet sind. „Das Schöne an Uelzen ist, dass wir hier sehr viele Säulen in einem kleinen Radius haben, sodass man alle mit dem Fahrrad besuchen kann“, erklärt Paul Baumgarten von Lifa Städtewerbung. „Es geht darum, mal außerhalb der Box zu denken.“

Noch bis zum 30. März können die einzigartigen Litfaßsäulen betrachtet werden. Weitere Informationen gibt es hier.

Von Sandra Hackenberg

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