„Ist ein Experiment“

„Kulturladen“ öffnet seine Pforten

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Der „Internationale Kulturladen“ an der Schuhstraße kann nun besucht werden: Gerard Minnaard vom Verein Woltersburger Mühle schildert bei der Eröffnung, dass die Begegnungsstätte jedem offen steht.

Uelzen – Zu oft gehen die Menschen ihrer Wege, sodass es kaum einen Austausch zwischen den Kulturen gibt. In Uelzen ist jetzt mit dem „Internationalen Kulturladen“ eine Begegnungsstätte entstanden, damit das so nicht bleibt.

Gerard Minnaard sagt: „Ist ein Experiment.“ An der Schuhstraße in Uelzen kann nun montags, dienstags und mittwochs, jeweils in den Nachmittagsstunden, ein „Internationaler Kulturladen“ besucht werden.

Es handelt sich um eine Begegnungsstätte für jedermann – egal welcher Herkunft, egal welchen Alters. Das Projekt wurde vom Verein „Woltersburger Mühle“, für den Minnaard steht, und von der „Ländlichen Erwachsenen Bildung“ angeschoben.

Menschen unterschiedlicher Kulturen sollen in den Räumen ins Gespräch kommen können, einander besser verstehen lernen – das ist die Idee, die hinter dem „Internationalen Kulturladen“ steht. Allzu oft würden die Menschen ihrer Wege gehen, ohne dass es zu Begegnungen und einem Kennenlernen komme, sagt Josefine zum Felde, die sich beim Landkreis Uelzen unter anderem um das Thema Integration kümmert.

An den Nachmittagen werde stets eine Kanne Tee bereitstehen, berichtet Gerhard Minaard. „Bei einem Getränk lässt es sich leichter ins Gespräch kommen.“ Ob nun zum Alltag, zu Lebenserfahrungen oder zur Musik.

Eingebunden ist bei dem Projekt auch der Uelzener Jugendmigrationsdienst (JMD). Montags werde eine Theatergruppe im Kulturladen anzutreffen sein, so Annika Quednau vom JMD. Mittwochs wolle man Erlebnispädagogik – beispielsweise kleine Spiele und Übungen – anbieten. Gerard Minnaard berichtet auch von kulturellen Veranstaltungen, die in den Räumen stattfinden sollen. Zu sehen ist dort auch eine Foto-Ausstellung zum Thema „Körpersprache“ von Sebastian Tramsen.

Dass zu wenig kommen werden, diese Befürchtung haben die Initiatoren nicht. Durch einen Sprachkurs für Migranten, der ebenfalls in den Räumen angeboten werde, spreche sich der Kulturladen als Anlaufpunkt sicherlich schnell herum, sind die Initiatoren überzeugt – und gestern bei der Eröffnung erlebten die Initiatoren bereits einen vollen Kulturladen.

Ein Mietvertrag für die Räume wurde vorerst für sechs Monate abgeschlossen, für diesen Zeitraum ist das Projekt dank der Unterstützung durch die vom Land Niedersachsen gegründeten Agentur für Erwachsenenbildung finanziert.

VON NORMAN REUTER

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