Kultur auf der Straße und hinter Glas

Verkaufsoffener Sonntag in Uelzen steht ganz im Zeichen der Kunst

In den Uelzener Marktstraßen herschte gestern reger Betrieb beim verkaufsoffenen Sonntag. Die Menschen achteten aber darauf, die notwendigen Abstände und Hygieneregeln einzuhalten.
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In den Uelzener Marktstraßen herschte gestern reger Betrieb beim verkaufsoffenen Sonntag. Die Menschen achteten aber darauf, die notwendigen Abstände und Hygieneregeln einzuhalten.

Uelzen – Herbstlich trübes Wetter und eine Corona-Lage, die nicht gerade zum unbeschwerten Einkaufsbummel einlud: Deshalb hatten das Stadtmarketing und der Handelsverein bereits im Vorfeld dafür gesorgt, dass beim gestrigen verkaufsoffenen Sonntag in Uelzen auch alle geltenden Regeln eingehalten werden konnten.

So wurde unter anderem das vom Late-Night-Shopping bekannte Konzept übernommen, bei dem leerstehende Geschäftsräume dazu dienten, einem begrenzten, mit Kopfhörern ausgestatteten Publikum Kultur hinter der Schaufensterscheibe darzubieten.

Mit dabei war zum Beispiel der aus vielen TV-Auftritten bekannte Bauchredner Frank Lorenz. Er hatte sein Können erst am Abend zuvor vor Millionen Zuschauern in der Show „Super- talent“ präsentiert. In Uelzen sorgte nicht nur sein beliebter Affe Charly, sondern auch eine lebensechte Peter-Maffay-Puppe für beste Laune bei den Besuchern.

Als wandelnder Baum zog Oliver Ed Wood gemächlich seine Runden durch die Innenstadt. Er folgte damit dem herbstlichen Thema der Veranstaltung.

Knarrend und knarzend, von leichter Musik umgeben, zog Oliver Ed Wood als wandelnder Baum, dem herbstlichen Thema folgend, gemächlich seine Runden in den Marktstraßen. Als jahrhundertealtes Gewächs hat man eben alle Zeit der Welt. Die begleitende Security sorgte dafür, dass erst gar keine Pulkbildung aufkommen konnte.

Buchstäblich etwas schwerer Gehör zu finden hatte es da schon Stephan Schrader, der auf seinem Cello mehrere Aufnahmen überlagerte und so fast wie ein ganzes Orchester klang – ein wirklich beeindruckendes (Hör-)Erlebnis. Auf bewundernde Blicke stießen zudem die zahlreichen Oldtimer, die auf den Marktstraßen präsentiert wurden.

Es ist nicht ganz einfach, Kultur in Corona-Zeiten zu etablieren, stellte auch Alexander Hass, Leiter des Uelzener Stadtmarketings fest. Denn das gemeinsame Motto „Kultur-Herbst“ soll auch dazu dienen, künftig weiteren Kulturschaffenden eine Plattform zu bieten. VON OLIVER HUCHTHAUSEN

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