Präsident Olaf Kahle rechnet mit Preissteigerungen

IHK kritisiert Mindestlohn

+
Symbolfoto

dib Uelzen/Lüneburg. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg hat auf ihrer Vollversammlung gegenüber dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies die geplante Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns kritisiert.

IHK-Vollversammlungsmitglied Meike Bergmann, Inhaberin eines Supermarktes in Lüneburg, monierte, dass die Regelung auch für Schüler und Studenten gelten soll: Weil Aushilfen keine Steuern zahlen, verdienten sie dann mehr als eine gelernte Fachkraft. „Hier führt der Mindestlohn zu einer Schieflage. Das ist nicht durchdacht“, betonte auch IHK-Präsident Olaf Kahle. Die IHK lehne den gesetzlichen Mindestlohn ab. Kahle unterstrich: „Jedes staatliche Eingreifen in funktionierende Märkte sehen wir kritisch. “ Den Befürwortern müsse klar sein, dass der Mindestlohn mit Preissteigerungen einhergehen werde, denn nur so könnten die Bedingungen für Unternehmen verbessert werden, so Kahle.

Der gesetzliche Mindestlohn führe vor allem in der Logistikbranche zu einer Wettbewerbsverzerrung, wie Armin Klein, IHK-Vollversammlungsmitglied und Transportunternehmer aus dem Landkreis Celle, deutlich machte: Bereits heute würden 25 Prozent der Transportleistungen in Deutschland von polnischen Anbietern übernommen, die weit geringere Stundenlöhne zahlten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare