Aufsichtsrat Schwäbisch Hall berät über Zukunft des Getreide-Geschäfts in der Ukraine

Kritik an Uelzener SBE-Anteilen

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Ein Beraterteam war für die SBE in der Ukraine und hat die Getreidefelder überprüft.

Uelzen. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Schwäbisch Hall berät heute über das Engagement des Uelzener Energieversorgers im Landwirtschaftsgeschäft in der Ukraine.

Das kündigte gestern der Geschäftsführer der Stadtwerke und zugleich Chef der Sustainable Bio Energy Holding GmbH (SBE), Johannes van Bergen, im AZ-Gespräch an. Die ungleiche Verteilung der Geschäftsanteile an der SBE werde auf der heutigen Aufsichtsratssitzung eine Rolle spielen. Die Stadtwerke Uelzen hatten im vergangenen Jahr ihre Beteiligung an der Holding von 50 Prozent auf 25 Prozent zurückgefahren, Schwäbisch Hall hält seitdem 75 Prozent der Anteile. Unter dem Aspekt der ungleichen Risikobewertung sagte van Bergen: „Das wird man hier nicht so gerne sehen. “.

Auch die zukünftige Geschäftsführung der Holding wird Thema der Sitzung sein, ebenso wie der aktuelle Weizenpreis. Wegen einer Überproduktion an Weizen sei der Preis an der Börse stark gesunken. „Das kann möglicherweise unser Jahresergebnis 2013 tangieren“, vermutet van Bergen.

Die Bilanz der SBE für das vergangene Jahr steht noch immer nicht fest. Die Jahresabschlüsse der vier Tochtergesellschaften in der Ukraine seien noch nicht dem deutschen Steuerrecht angepasst, bei der Anpassung habe es Probleme gegeben, so der SBE-Geschäftsführer. Somit könnten auch die Jahresabschlüsse der Stadtwerke nicht konsolidiert werden. Van Bergen geht davon aus, dass der Jahresabschluss sich bis September verzögern wird.

Von Diane Baatani

Einen weiteren Artikel lesen Sie am Mittwoch in der AZ.

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