Von Fallzahlen bis Information

Krisenstab des Landkreises Uelzen koordiniert Maßnahmen im Kampf gegen Corona

Im Uelzener Kreishaus kommt der Krisenstab des Landkreises täglich zusammen. Er koordiniert Aufgaben und Versorgung in Zeiten von Corona. ARCHIVFoto: REUTER
+
Im Uelzener Kreishaus kommt der Krisenstab des Landkreises täglich zusammen. Er koordiniert Aufgaben und Versorgung in Zeiten von Corona. ARCHIVFoto: REUTER

Uelzen – Wie viele Fälle von Corona gibt es? Wie viele Menschen sind in Quarantäne? Wie werden die Verordnungen des Landes umgesetzt? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich der Krisenstab des Landkreises Uelzen, der sich täglich zur Besprechung trifft.

Dort laufen die Fäden bei der Bekämpfung der Pandemie zusammen, und es werden notwendige Vorbereitungen getroffen. Doch wer sitzt überhaupt im „Krisenstab außergewöhnliches Ereignis Corona“ und wie funktioniert der Austausch mit Land und den Kommunen?.

Jeden Morgen um 8 Uhr kommt der Stab zur täglichen Lagebesprechung zusammen, erklärt Kreissprecher Martin Theine. Wie lange diese dauert, ist nicht festgelegt. „Das schwankt täglich und ist abhängig von den Problemfeldern“, sagt er. Während der Besprechung werden Aufgaben festgelegt und es findet die Abstimmung zwischen den einzelnen Sachgebieten statt.

Leiter des Krisenstabs ist Uelzens Erster Kreisrat Claudius Teske. Hinzu kommen 15 Mitarbeiter des Landkreises von unterschiedlichen Fachämtern, zum Beispiel dem Ordnungs- und dem Gesundheitsamt. Auch Landrat Dr. Heiko Blume nimmt an den Sitzungen teil. „Als Fachberater sind die Polizei Uelzen sowie nach Bedarf das DRK, der ärztliche Leiter Rettungsdienst und das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr beteiligt“, erklärt Theine. Lageabhängig nehmen noch weitere Fachleute teil.

Außerdem gibt es einen sogenannten Stab B, der bei Bedarf zum Einsatz kommen kann. Dieser würde es ermöglichen, nach Feststellung des Katastrophenfalls durch den Landrat in einem Zweischichtsystem zu arbeiten. „Zurzeit haben wir eine sogenannte krisenhafte Lage – ein außergewöhnliches Ereignis – und keine Katastrophe“, erläutert Theine.

Bei einer wesentlichen Änderung der Lage können laut Theine einzelne Sachgebiete einberufen werden oder auch der gesamte Krisenstab. „Die Mitglieder des Krisenstabes sind auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten in Bereitschaft und können erforderlichenfalls über eine Meldekette einberufen werden“, berichtet der Kreissprecher.

Dabei hat der Krisenstab, der täglich auch am Wochenende Lagebesprechungen abhält, mehrere Aufgaben. So ist er dafür zuständig, die aktuelle Lage zu erfassen und an übergeordnete Stellen, also das Land Niedersachsen, weiterzuleiten. Im Fall von Corona handelt es sich zum Beispiel um die Fallzahlen.

Außerdem werden Aufgaben verteilt und Bedarfe ermittelt. So wird unter anderem eine entsprechende Logistik aufgebaut, um die flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Eine weitere Aufgabe ist die Information der Öffentlichkeit. Dazu gehören etwa das eingerichtete Bürgertelefon oder regelmäßige Pressemitteilungen, sagt Theine.

Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch mit den Verwaltungen von Hansestadt, Samtgemeinden und Einheitsgemeinde im Landkreis Uelzen statt.

VON LARS LOHMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare