Polizei warnt vor unseriösen Spendensammlern und Taschendieben in der Vorweihnachtszeit / Opfer sollten Vorfälle sofort anzeigen

Kriminelle nutzen das adventliche Getümmel

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ib Uelzen. Bei dem einen oder anderen herrscht nach dem Glühweintrinken manchmal sehr schnell wieder Ernüchterung: Denn nicht nur Punsch und Plätzchen haben auf den jetzt beginnenden Weihnachtsmärkten Hochsaison, auch Taschendiebe und Trickbetrüger bringen sich in Stellung.

Die Polizei warnt deshalb in diesen Tagen zur Vorsicht. „Erfahrungsgemäß nutzen Diebe den vorweihnachtlichen Trubel bei den Einkäufen sowie auf den Weihnachtsmärkten insbesondere in den Innenstädten der Region für ihre Taten aus“, weiß Polizeisprecher Kai Richter. Dichtes Gedränge, aber auch eine feuchtfröhliche Stimmung kommen Langfingern gelegen. „Die Ganoven gehen dabei sehr fingerfertig und zunehmend professionell vor, warnt Richter. Selten bemerken Opfer die Tat, und fast immer agieren mehrere Täter, die sich die „Arbeit“ teilen.

In der Lüneburger Innenstadt haben die Vorfälle – vor allem Portemonnaie-Diebstähle – derart zugenommen, dass die Polizei-Inspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen dort gemeinsam mit der Bundespolizei und den Geschäftsleuten in der Vorweihnachtszeit eine große Präventionsaktion durchführt. In Uelzen sei die Situation zwar nicht so brisant, sagt Kai Richter. Taschendiebstähle gebe es aber auch hier immer wieder. Die Polizei rät daher, nur so viel Bargeld mitzunehmen, wie für den Tag voraussichtlich benötigt wird, und bargeldlosen Zahlungsverkehr zu nutzen. Bargeld, Papiere und Zahlungskarten sollten eng am Körper getragen werden. Außerdem gilt: PINs für Scheckkarten grundsätzlich nicht notieren, geschweige denn die Nummer zusamen mit der Karte aufbewahren! Taschen sollten immer mit der Verschlussseite am Körper getragen werden – am besten unter den Arm klemmen oder vorn am Körper tragen.

Auch vor unseriösen Spendensammlern sollte man sich dieser Tage in Acht nehmen, rät die Polizei. Zu recht: In den vergangenen Tagen hätten dubiose Sammler an Haustüren versucht, mit selbstgemalten Schildern Geld für Hochwasseropfer in Rumänien zu erbetteln, berichten bereits Uelzener Bürger. Dazu hätten sie auch eine „selbst erstellte“ Sammelerlaubnis vorgezeigt. Im zweiten Schritt, so schildern die Betroffenen, hätte man versucht, über die Bitte eines Toilettengangs, das Sammeln von Zucker, Waschmittel oder anderen Dingen ins Haus zu gelangen.

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