Zahl der Delikte sinkt / Mehr Betrugsfälle

Kriminalstatistik: Uelzen bleibt sicher

Die Uelzener Polizei zeigt an der Gudesstraße auch weiterhin Präsenz. Die Partyszene dort ist an den Wochenenden häufiger ein Einsatzort für Beamte.
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Die Uelzener Polizei zeigt an der Gudesstraße auch weiterhin Präsenz. Die Partyszene dort ist an den Wochenenden häufiger ein Einsatzort für Beamte.

Uelzen/Landkreis – Es ist ein positives Bild, das Dieter Klingforth und Hans-Jürgen Nischk, Polizei- beziehungsweise Kripochef in Uelzen, zeichnen. „Das Leben im Landkreis Uelzen ist sicher. Das hat sich ein weiteres Mal bestätigt“, so Klingforth.

Dies geht aus der aktuellen Kriminalstatistik für den Landkreis für das Jahr 2019 hervor.

Im Vergleich zu 2018 gingen die verzeichneten Straftaten von 5365 auf 4820 Fälle zurück, was einer Minderung von rund zehn Prozent entspricht. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 64,7 auf 69,1 Prozent.

Dieter Klingforth, Polizeichef Uelzen.

Auch im Vergleich zu den Nachbarkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg stehe Uelzen „traditionell gut da“, wie Klingforth betont. In beiden Kreisen stieg die Zahl der Gesamtdelikte, in Lüchow-Dannenberg sogar um fast zehn Prozent.

Die positive Entwicklung in Uelzen ist laut Klingforth vor allem auf einen „bemerkenswerten Rückgang der Diebstahldelikte“ zurückzuführen. Hier sank die Zahl von 1956 auf 1418. Dies liege unter anderem an verstärkter Präventionsarbeit. So können Bürger etwa die Sicherheit ihrer Häuser oder Wohnungen von Experten der Polizei bewerten lassen, um sich dann besser gegen Einbrüche zu schützen. „Prävention spielt immer eine große Rolle“, so Hans-Jürgen Nischk.

Anders verhält es sich bei Betrugsdelikten. „Betrug boomt“, stellt Klingforth fest. In Uelzen stieg die Fallzahl von 662 auf 720. Dies sei besonders durch Fake-Shops im Internet begünstigt.

Klingforth warnt in diesem Zusammenhang vor zu viel Naivität der Kunden, wenn Produkte weit unter dem üblichen Marktpreis angeboten werden. „Die Leute müssen einfach vorsichtiger werden“, so Klingforths Fazit. Nischk rät, im Zweifelsfall einen Online-Shop beim Verbraucherportal gegenzuchecken.

Darüber hinaus sei auch mehr Gewalt gegen Polizisten zu verzeichnen. Als abschreckende Maßnahme werden nun Bodycams eingesetzt, auch Aufenthaltsverbote können an Schwerpunktorten wie der Gudesstraße ausgesprochen werden.

Insgesamt ziehen Klingforth und Nischk aber ein positives Fazit, was zum einen an der guten Arbeit der Polizisten liege, zum anderen an den Uelzenern: „Die Bürger haben es uns leicht gemacht.“

VON DANIEL BIELING

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