Konzept kann erst später umgesetzt werden

Kreuzung in Oldenstadt: Erneute Geduldsprobe

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Der Verkehr an der Kreuzung soll flüssiger und sicherer rollen. Es sind unter anderem Induktionsschleifen in den Fahrbahnen geplant.

Uelzen-Oldenstadt – Es ist ein Dauer-Ärgernis für die Oldenstädter. Ohne Weiteres können Autofahrer nicht von der Klosterstraße in Oldenstadt auf die Bundesstraße 191 abbiegen. Sie ist zu stark befahren.

Es kommt deshalb bei Stoßzeiten zu Rückstaus auf der Klosterstraße. 2020 sollte nun endgültig, nach Jahren der Diskussionen und Ankündigungen, mit einem neuen Verkehrskonzept das Warten ein Ende haben. Daraus wird – aller Voraussicht nach – nun nichts.

Der Grund: Verzögerungen durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Vorgaben zum Infektionsschutz. Ein eigentlich bereits für Mitte März geplantes Treffen von Uelzener Verwaltungsmitarbeitern mit einem Bauplaner zu dem Vorhaben wird nun erst heute, zwei Monate später, stattfinden, berichtet auf Anfrage Stadtsprecherin Ute Krüger.

Mit dem Treffen allein ist es auch noch nicht getan. Wie Krüger schildert, sind für eine Umsetzung des Konzeptes noch Vermessungen vor Ort nötig, die Stadt habe sich auch noch mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die für die Bundesstraße 191 zuständig ist, abzustimmen, schließlich stünden die Bauarbeiten an. Stadtsprecherin Krüger erwähnt in diesem Zusammenhang Unwägbarkeiten, die es bei dem Vorhaben gebe.

Das Verkehrskonzept sieht vor, dass die Ampelanlage an der B191 erneuert und erweitert wird. Heißt: In Richtung Osten wird ein zusätzlicher Ampelmast geschaffen. Gleichzeitig werden auf der Kosterstraße und „Auf dem Diek“ für den Abbiegeverkehr Induktionsschleifen in die Fahrbahnen gebaut.

Kommt es zum Rückstau, lösen die Schleifen die Ampeln aus. Sie sollen so geschaltet werden, dass ein Abbiegen möglich ist, der Verkehr auf der B 191 weiter reibungs- los funktioniert und Fußgänger an der Ampel ohne Risiko die Straße überqueren können.

In den zurückliegenden Jahren waren verschiedene Varianten diskutiert worden, wie sich der Verkehr in Oldenstadt flüssiger und sicherer gestalten lässt, ohne dass es tatsächlich zu Bautätigkeiten kam. Der Verwaltung und dem Ortsrat brachte das Kritik aus der Bevölkerung ein (AZ berichtete).

Nun haben sich die Oldenstädter weiter in Geduld zu üben. Stadtsprecherin Ute Krüger: „Wir werden die Maßnahme so zügig wie möglich vorantreiben, jedoch gehen wir davon aus, dass wegen der derzeitigen Unwägbarkeiten der ursprüngliche Zeitplan mit einer Inbetriebnahme zum Ende des Jahres nicht mehr einzuhalten ist.“

VON NORMAN REUTER

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