1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Stadt Uelzen

Kreistag senkt nun doch die Umlage

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jens Schopp

Kommentare

null
Der Kreistag beschloss die Senkung der Kreisumlage um 2,5 Punkte. © Archiv

Uelzen/Landkreis. Jetzt also doch: Die Kreisumlage für die Kommunen im Landkreis Uelzen wird um 2,5 Punkte gesenkt. Das beschloss der Kreistag gestern am frühen Abend. Somit sinkt die Umlage auf 48,5 Punkte.

Von einer Einmalzahlung von 4,3 Millionen Euro an die Kommunen, wie es SPD und CDU auf ihren Klausuren gefordert hatten, war nicht mehr die Rede. Das habe sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet, so Landrat Heiko Blume auf AZ-Nachfrage. 

In dem der Kreistagssitzung gestern Nachmittag vorgeschalteten Kreisausschuss sei es ein wenig wie auf einem Basar zugegangen, berichtete Martin Feller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen. Seine Fraktion hatte eine Senkung um vier Prozentpunkte gefordert, die FDP gar um fünf Punkte. Feller hatte die Lacher auf seiner Seite, als er zunächst von einer Erhöhung der Umlage um vier Punkte sprach. „Um 2,5 Prozent können wir uns alle versammeln“, sagte Stefan Hüdepohl, Fraktionschef der CDU.

Nicht aber der Landrat. Er orakelte, dass dadurch der Landkreis in den kommenden Jahren mehr Kredite werde aufnehmen müssen. Blume enthielt sich der Stimme bei der Abstimmung über die Senkung.

Laut Hüdepohl entspricht ein Punkt der Umlage rund 900 000 Euro, was dann unterm Strich eine Entlastung von etwa 2,25 Millionen Euro für die Kommunen im Landkreis ausmache.

Weiter wurde beschlossen, zwei Springerstellen in der Verwaltung einzurichten, ein Antrag der SPD. Eine Mehrheit fand auch der Antrag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Dobslaw, 200 000 Euro für den Bau von Radwegen in den Kreis-Etat einzustellen. Abgeschmettert wurde ein Papier der Grünen, die eine zusätzliche Stelle für den Tierschutz im Veterinäramt forderten.

Probleme hatte die UWG mit den Personalkosten. Fraktionsvorsitzender Klaus-Georg Franke stellte fest, dass von 2015 bis jetzt die Personalkosten im Kreishaus um acht Millionen von 16 auf 24 Euro geklettert seien.

Rainer Fabel, Chef der FDP-Fraktion, hielt eine Senkung um fünf Prozentpunkte für gerechtfertigt. Und Maik Hieke von der AfD brachte Verständnis für Landrat Blume auf. Seine Fraktion stimmte aber der Senkung zu.

Mit breiter Mehrheit wurde der Kreishaushalt 2018 verabschiedet. Er sieht Einnahmen im Ergebnishaushalt von 173,7 Millionen Euro und Ausgaben von fast 176 Millionen Euro vor.

Von Jens Schopp

Auch interessant

Kommentare