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Kreishaus-Umzug in Uelzen verzögert sich

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Von: Lars Becker

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Im neuen Kreishaus zwischen Stern-, Eschemann- und Albrecht-Thaer-Straße sollen die rund 400 Arbeitsplätze zwischen dem 10. und 12. August bezugsfertig sein – sieben Woche später als ursprünglich geplant. fotos: landkreis uelzen
Im neuen Kreishaus zwischen Stern-, Eschemann- und Albrecht-Thaer-Straße sollen die rund 400 Arbeitsplätze zwischen dem 10. und 12. August bezugsfertig sein – sieben Woche später als ursprünglich geplant. © Privat

Noch ist die Kreisverwaltung auf fünf Standorte in der Hansestadt Uelzen verteilt: Neben dem Hauptgebäude an der Veerßer Straße 53 gibt es vier Außenstellen, die das Veterinäramt, Teile des Straßenverkehrsamtes, das Umweltamt (alle Nothmannstraße 34), das Gesundheitsamt und Medienzentrum (Auf dem Rahlande 15), die Erziehungsberatungsstelle (Tivolistraße 9) sowie das Schul- und Kulturamt (Veerßer Straße 64) beherbergen.

Uelzen/Landkreis – Insgesamt rund 400 Angestellte des Landkreises freuen sich aber allmählich darauf, ihre bisherigen Arbeitsplätze gegen die im Neubau des Kreishauses zwischen Stern-, Eschemann- und Albrecht-Thaer-Straße zu tauschen.

Die Arbeiten durch das Generalunternehmen Depenbrock aus Stemwede in Nordrhein-Westfalen liegen weiter im Zeitplan, wie die Mitglieder des Kreisausschusses am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung erfuhren. Die Kosten der Generalunternehmerleistungen liegen unverändert bei 52,7 Millionen Euro. Und wann ist der Neubau nun bezugsfertig?

Die konkrete Antwort auf diese Frage liefert die Ende letzter Woche veröffentlichte zweiteilige Ausschreibung zum Umzug: vom 10. bis zum 12. August. An diesen drei Tagen (Mittwoch bis Freitag) sollen alle 400 Arbeitsplätze verlegt werde – jeweils mit EDV-Technik (Ab- und Aufbau von Monitoren, Telefon, Computer und Drucker) und zwei Umzugskartons pro Mitarbeiter. Damit verbunden ist der Transport eines Gesamt-Aktenbestandes aus allen Büros und kleinen Archiven von etwa 2500 bis 3200 laufenden Metern Ordnern und Pendelregistern. Spediteure, die sich um diesen Auftrag bewerben, müssen außerdem Büromöbel aus dem Standort Nothmannstraße im Alten Kreishaus einlagern.

Vor dem großen Umzug selbst sollen außerdem sämtliche Archivakten-Bestände – noch einmal 3000 bis 4100 laufende Meter Ordner und Pendelregister in den Neubau umziehen.

Umzugsleistungen aus dem Bauvertrag gelöst

Im Bauablaufplan zum Kreishaus-Neubau war der Umzug eigentlich für den Zeitraum vom 30. Mai (Archiv) bis zum 24. Juni vorgesehen. Kreissprecher Marcus Christ teilt auf AZ-Anfrage mit: „Die Umzugsleistungen sind bereits vor einiger Zeit aus dem Bauvertrag herausgelöst worden und sollen nach der weiterhin fristgerecht erwarteten Bauwerksübergabe in der 32. Kalenderwoche durchgeführt werden.“

Zu den Gründen für die Verzögerung des Umzugs um sieben Wochen erläutert Christ: „Innerbetrieblich-organisatorische Abhängigkeiten zur Einbindung des Bauwerks in die neu geschaffene IT-System- und Netzwerkarchitektur machen letzte vorbereitende Arbeiten nach der Bauwerksübergabe erforderlich, auf die die Umzugsleistungen abgestimmt worden sind.“ Bedeutet im Klartext: Sobald das Gebäude vom Landkreis abgenommen und offiziell übergeben worden ist, werden Mitarbeiter des IT-Verbundes noch eine geraume Zeit benötigen, um das hausinterne Netzwerk aufzubauen und die Arbeitsfähigkeit herzustellen. Danach folgt der Umzug.

Zu den Kosten für das Großprojekt Umzug äußert sich der Landkreis „aus Gründen des Vertrauens- und Bieterschutzes im laufenden Ausschreibungs- und Vergabeverfahren“ nicht.

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