Kreiselternrat schlägt Alarm

Für das Wohl der Schüler setzen sich die Schulelternräte im Kreis Uelzen ein. Doch bei der Debatte über die künftige Schulstruktur droht der Kreiselternrat sein Mitspracherecht zu verlieren.

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Die politischen Beratungen über die Schulstrukturreform im Landkreis Uelzen stehen erst in einigen Wochen oder Monaten an. Trotzdem schlägt Uli Klippe, Vorsitzender des Kreiselternrates, bereits jetzt Alarm: Er befürchtet, dass das Gremium sein Mitspracherecht bei der Debatte über die künftige Schullandschaft einbüßen könnte. Der Grund: Etwa zwei Drittel der Schulen im Landkreis haben ihre Schulelternräte noch nicht gewählt und daher die Vertreter für den Kreiselternrat auch nicht benannt. Somit kann sich dieses Gremium nicht konstituieren.

Eigentlich schreibe der Gesetzgeber vor, dass die Schulelternräte spätestens sechs Wochen nach Schuljahresbeginn gewählt werden müssen, also bis Mitte September, sagt Klippe. „Bislang liegen aber erst rund ein Drittel Rückmeldungen vor.“ Die Ursachen kennt er nicht, er weiß nur: „Wir brauchen die Rückmeldungen jetzt dringend.“ Nur so könne die Elternmeinung zur Schulstrukturreform „gebündelt eingebracht“ werden. „Denn jetzt werden die Weichen für die nächsten 20 Jahre gestellt.“

Klippes dringender Appell an die Schulen lautet daher: schnellstmöglich – noch vor den am 11. Oktober beginnenden Herbstferien – die neuen Elternräte wählen. Sollte das schon geschehen sein, müssten die Schulen dem Landkreis umgehend ihre gewählten Vertreter für die einzelnen Wahlversammlungen melden. Erst wenn die letzte Schule im Landkreis Uelzen gewählt habe, könne die Kreisverwaltung zu den Sitzungen einladen, in denen die Vertreter aller Schulformen aus ihren Reihen die Mitglieder für den Kreiselternrat bestimmen, erläutert er.

„Und erst wenn alle Mandate vergeben sind, kann sich der Kreiselternrat konstituieren.“ Bis dahin bleibe das alte Gremium zwar noch im Amt. Doch bei den demnächst anstehenden Schulstruktur-Entscheidungen müssten „auch die mitwirken, die davon betroffen sind“, fordert Klippe.

Wie aufwändig das Wahlverfahren ist, verdeutlicht er anhand von Zahlen: Kreisweit gibt es insgesamt 23 Grundschulen, die jeweils zwei Vertreter in die Wahlversammlungen entsenden dürfen. Auf diesen werden letztlich vier ordentliche Mitglieder und vier Stellvertreter als Grundschul-Repräsentanten in den Kreiselternrat gewählt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare