Kreis Uelzen nur auf Platz 313

Bei der wirtschaftlichen Stärke, hier das Uelzener Gewerbegebiet Breidenbeck, liegt der Landkreis bundesweit auf Platz 354. Dafür schneidet er bei der Dynamik deutlich besser ab. Archivfoto: Privat

Uelzen/Landkreis. Zwischen dem Kreis Uelzen und dem Kreis München liegen geografisch nicht nur fast 700 Kilometer, beide Regionen trennen auch 312 Plätze auf der Rangliste einer aktuellen Studie. Von Bernd Schossadowski

In seinem „Zukunftsatalas 2010“ hat das Schweizer Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos die Zukunftsfähigkeit aller 412 Städte und Kreise in Deutschland untersucht. Dabei kommt der Kreis Uelzen nur auf Platz 313 – hier sehen die Experten von Prognos „Zukunftsrisiken“. Damit befindet sich Uelzen in der drittschlechtesten von insgesamt acht Zukunftskategorien. Trotzdem hat sich der Kreis gegenüber der vorangegangenen Erhebung, dem „Zukunftsatlas 2007“, leicht verbessert. Damals belegte Uelzen den 332. Platz von 439 Städten und Kreisen.

Der Bewertung von Prognos zugrunde gelegt wurden 29 Indikatoren zur wirtschaftlichen, demografischen und sozialen Lage der Regionen. Das Ergebnis: Der Kreis München liegt in Gesamt-Ranking an der Spitze der 412 Kommunen – ihm attestieren die Gutachter „Top-Zukunftschancen“.

Noch schlechter platziert als Uelzen ist in Nordost-Niedersachsen aktuell nur Lüchow-Dannenberg, das auf Rang 362 kommt und dem „hohe Zukunftsrisiken“ attestiert werden. Die besten Aussichten in Niedersachsen hat der Studie zufolge die Stadt Wolfsburg, die auf Platz acht liegt.

Damit hat sich der Trend zur ökonomischen Zweiklassen-Gesellschaft in Deutschland verfestigt: Starke Städte und Kreisen vor allem in Bayern und Baden-Württemberg eilen den restlichen Regionen der Republik wirtschaftlich immer weiter davon. Dagegen sind die Zukunftsaussichten in Ostdeutschland, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt deutlich schlechter. Dort bescheinigen die Gutachter einigen Regionen sogar „sehr hohe Zukunftsdrisiken“.

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