Wärmebildkameras spüren Nachwuchs der Tiere auf den Wiesen auf

Kreis Uelzen: Drohnen retten Rehkitze vor dem Mähtod

Mit der Hilfe von Drohnen können die wenige Wochen alten Rehkitze aufgespürt werden.
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Mit der Hilfe von Drohnen können die wenige Wochen alten Rehkitze aufgespürt werden.

Uelzen/Landkreis – Die Zeit der Frühmahd steht vor der Tür. Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit der Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs aufziehen und sicher wähnen.

Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher.

Bundesweit werden jährlich weit über 100 000 Wildtiere Opfer von Mäharbeiten. Vor allem Rehkitze sind gefährdet, da sie von der ersten bis zur vierten Lebenswoche keinen Fluchtinstinkt besitzen und an Ort und Stelle verharren.

Mit neuen Möglichkeiten der Drohnen- und Wärmebildtechnik können die Rehkitze nunmehr vor der Mahd aufgespürt und gerettet werden, indem sie nach der punktgenauen Standortbestimmung in sicheres Gebiet getragen werden. Das kann die Agrar Dienst Uelzen GmbH in Kooperation mit der Kreisjägerschaft leisten. Die Drohnen sind mit Wärmebildkameras oder Infrarottechnik ausgestattet und können in den Flächen Rehkitze und Co. lokalisieren, um sie so vor den Erntemaschinen zu retten. Landwirte können diese Dienstleistung gegen eine entsprechende Aufwandsentschädigung in Anspruch nehmen.

Interessierte können sich an Jan-Hendrik Wiese beim Maschinenring unter jan-h.wiese@agrardienst-uelzen.de oder (05 81) 9 76 20 20 sowie bei Dennis Krause bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter dennis.krause@lwk-niedersachsen.de oder (05 81) 8 07 31 92 wenden.

Die Anschaffung der Drohnen sowie die Schulung von vier „Drohnen-Piloten“ wurden zu 60 Prozent aus dem Leader--Budget der Heideregion Uelzen gefördert. Auch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Uelzen, hat sich finanziell beteiligt.

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