Ausbau mit Glasfaser liegt trotz Corona voll im Zeitplan

Kreis Uelzen: 6100 Anschlüsse sind fertig

In solche bunten Mikrorohre werden die eigentlichen Glasfaserkabel verlegt, über die dann der schnelle und stabile Datenaustausch abläuft.
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In solche bunten Mikrorohre werden die eigentlichen Glasfaserkabel verlegt, über die dann der schnelle und stabile Datenaustausch abläuft.

Uelzen/Landkreis – Die Corona-Krise hat es gezeigt: Alternative Arbeitsformen wie Home-Office samt Videokonferenzen und Datentransfer können funktionierende Modelle auch für die Zukunft sein.

Der Arbeitsplatz zu Hause, der bislang vor allem als Möglichkeit für Selbstständige von sich reden gemacht hat, ist durchaus auch eine Lösung für Angestellte. Einzige Voraussetzung: eine schnelle und stabile Internetanbindung.

Genau daran arbeitet der Landkreis Uelzen derzeit. Der flächendeckende Ausbau mit einem schnellen, von äußeren Einflüssen völlig unabhängigen Datennetz erfolgt mittels Glasfaser. Landrat Dr. Heiko Blume spricht von einem entscheidenden Baustein zur Digitalisierung des Landkreises Uelzen. Startschuss war im Dezember 2017.

Das Projekt ist anspruchsvoll. Denn für den Weg in die digitale Zukunft soll der Ausbau grundsätzlich jeden Hof erreichen. Im mehr als 1400 Quadratkilometer großen Kreisgebiet kommen durchschnittlich 63 Einwohner auf einen Quadratkilometer – also insgesamt knapp 92 000 Einwohner. Fertiggestellt sind aktuell 6100 der 12 000 zu installierenden Hausanschlüsse, berichtet Martin Theine, Sprecher des Landkreises Uelzen. Die Netzlänge werde insgesamt 1400 Kilometer betragen. Davon sind bis jetzt 800 Kilometer im Tiefbau erschlossen worden, um die sogenannten Mikrorohre zu verlegen. Bislang wurden 1800 Kilometer Glasfaserkabel in diese Rohre eingeblasen. Die Corona-Pandemie hat nur geringe Auswirkungen auf den Fortschritt der Arbeiten gehabt. Am Tiefbau beteiligt sind die Firmen Wiesensee aus Wittingen und Fonbud aus Polen.

„Bei rund 4500 Anschlüssen sind inzwischen die abschließenden Messungen erfolgt. Diese Anschlüsse können nach vorheriger Abstimmung mit den jeweiligen Kunden durch die Lünecom in Betrieb genommen werden“, so Theine.

Dazu werde sich der Netzbetreiber Lünecom jeweils mit den betreffenden Kunden in Verbindung setzen. Bis Mitte 2022 würden die beauftragten Tiefbauunternehmen im Kreisgebiet unterwegs sein, um die Arbeiten zur Errichtung des Glasfasernetzes abzuschließen. Theine weiter: „Damit liegen die Arbeiten im Rahmen des aktuellen Zeitplanes.“

127 Millionen Euro werden in den Ausbau mit Glasfaser investiert. Das System, bei dem feine Lichtwellenleiter zur Übertragung genutzt werden, soll für schnelle Übertragungsraten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde sorgen. Bis zu 1000 Megabit sind möglich. Glasfaser gilt es besonders wenig anfällig für Störungen. VON MICHAEL MICHALZIK

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