Sieben Standorte intern geprüft – Politik bringt Telekom-Gebäude ins Spiel

Kreis Uelzen sucht neues Zuhause

+
Für 4,1 Millionen Euro zu haben: Das Telekom-Gebäude an der Bahnhofsstraße.

Uelzen. Schon im Sommer soll die Entscheidung über den Standort eines neuen Kreishauses in Uelzen fallen – und hinter den Kulissen werden die verschiedenen Alternativen für den künftigen Sitz der Kreisverwaltung kontrovers diskutiert.

Während die Kreisverwaltung den Standort Emsberg (Pestalozzi-Schule) bevorzugt, gibt es in den Reihen der Politik auch andere Favoriten. Und in politischen Kreisen wird auch wieder ein Gebäude ins Gespräch gebracht, das die Kreisverwaltung eigentlich schon abgehakt hat: Der in Teilen stillgelegte Telekom-Sitz an der Bahnhofstraße.

Ein Makler bietet das Objekt aktuell für einen Kaufpreis von 4,1 Millionen Euro im Internet an. Das Gebäude verfügt demnach über Büros auf einer Fläche von rund 13 000 Quadratmetern, 83 Außenparkplätze und 91 Tiefgaragenplätze.

Doch der zentralste aller ins Spiel gebrachten Standorte kommt in einem internen Papier der Kreisverwaltung gar nicht vor – dort beschränkt man sich bei der Prüfung zur Verärgerung von Kreispolitikern auf sieben andere Alternativen. Kriterien für die Untersuchung waren die Faktoren Lage und Anbindung, Infrastruktur, Kosten, sowie Planung und Bebaubarkeit.

Platz 1 belegt in dieser Rangliste das ehemalige Kieselgurwerk an der Ecke Eschemannstraße/Albrecht-Thaer-Straße/Sternstraße. Vorteile: Die Lage unweit des Bahnhofs, sowie die Infrastruktur. Nachteile: Womöglich ein hoher Kaufpreis und eine relativ kleine Fläche.

Auf Platz 2: das Grundstück an der Stadthalle. Das marode Haus wird bald womöglich ohnehin abgerissen, Erschließungs- und Baukosten wären überschaubar.

Platz 3: das Polizeigebäude an der Lüneburger Straße. Die Polizei zieht dort wohl bald aus. Vorteil: die Lage; Nachteil: die Kosten.

Platz 4: der Hammerstein-Parkplatz. Vorteil: die Lage und Erreichbarkeit; Nachteil: der Preis, der beschränkte Platz.

Platz 5: das von der Kreisverwaltung favorisierte Gelände der Pestalozzi-Schule. Vorteil: die relativ geringen Kosten, Nachteil: die Lage.

Platz 6: Das ehemalige St. Viti-Krankenhaus an der Ebstorfer Straße. Vorteile für diesen Standort wären unter anderem die Lage und die Planbarkeit, Nachteil ist die Enge des Grundstücks.

Platz 7: das Albrecht-Thaer-Gelände. Hier sieht die Kreisverwaltung als entscheidenden Nachteil die Erreichbarkeit und die Kosten für den Grundstückskauf.

Von Thomas Mitzlaff

Kommentare