Kaum noch Bewerber in Uelzen / Pläne des Landes werden Situation verschärfen

Kreis droht Erziehermangel

Uelzen. Der zunehmende Fachkräftemangel macht auch vor Kindertagesstätten nicht Halt: In Ballungsgebieten können vakante Stellen von Erziehern bereits nicht mehr besetzt werden – dem Landkreis Uelzen droht künftig das gleiche Schicksal.

Von einer „spürbaren Verschlechterung“ der Bewerbersituation spricht Peter Vogt, Bereichsleiter für Kinder, Jugend, Familien und Soziales beim DRK-Kreisverband. 24 Einrichtungen unterhält das DRK im Landkreis Uelzen. Seien früher Stellen ausgeschrieben worden, habe er immer um die 50 Bewerbungen erhalten, jetzt könne er auf maximal drei bis fünf verfügbare Erzieher zurückgreifen, so Vogt. Wie die Lage sei, so die Stadt Uelzen, zeige sich daran, dass neu ausgebildete Erzieher immer sofort den Weg in den Beruf finden würden.

Erstmals, schildert Peter Vogt, sei der Einbruch an Bewerbern vor zwei Jahren zu merken gewesen. Der Bereichsleiter erklärt sich das Problem nicht nur mit fehlenden Auszubildenden für den Erzieherberuf, sondern vor allem mit den Veränderungen in der Krippen- und Kita-Landschaft. Durch den gesetzlichen Anspruch auf Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren sowie den Aufbau von Ganztags-Angeboten werde deutlich mehr Personal gebunden.

Von Norman Reuter

Mehr zum Fachkräftemangel lesen Sie am Freitag in der AZ.

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