Kreis buhlt um gelbe Säcke

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Der landkreiseigene Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) will die Abfuhr der gelben Wertstoffsäcke im Kreis Uelzen selbst in die Hand nehmen. „Wir haben uns darum beim Dualen System Deutschland für den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2012 beworben“, sagt AWB-Leiterin Renate König. Bislang ist die Firma Alba mit der Abfuhr der gelben Säcke im Kreisgebiet beauftragt, doch der Vertrag läuft Ende dieses Jahres aus und wurde jetzt neu ausgeschrieben.

Zuvor hatte der Kreis-Werksausschuss für Abfallwirtschaft grünes Licht für die Bewerbung des AWB gegeben. „Wir fahren bereits den Hausmüll und den Kompost ab, warum sollten wir nicht auch die gelben Säcke abholen?“, erläutert Renate König den Grund für die Bewerbung. „Wir hätten gerne alles in einer Hand, das wäre auch für die Bürger einfacher.“

Welcher Bewerber den Zuschlag im Kreis Uelzen erhält, darüber entscheidet das Duale System Deutschland (DSD) voraussichtlich im Juli oder August. „Ob wir mit unserem Angebot wettbewerbsfähig sind, wird sich dann zeigen“, will Renate König noch keine Prognose über die Chancen des AWB abgeben.

Auch Einzelheiten zur Bewerbung nennt sie nicht. Nur so viel: „Wir haben ein kostendeckendes Angebot abgegeben, das keine Zusatzbelastung für die Gebührenzahler verursacht.“ Denn das DSD würde die Kosten übernehmen, die dem Kreis Uelzen – im Falle eines Zuschlags – bei der Abfuhr der gelben Säcke entstünden. Allerdings müsste der AWB dann zusätzliches Personal einstellen und weitere Abfuhr-Fahrzeuge anschaffen, betont Renate König.

Ihrer Ansicht nach wäre der AWB für die neue Aufgabe gut gerüstet. „Wir haben die Logistik und kennen das Abfuhrgebiet genau“, sagt sie. Das meint auch Frank Peters, zuständiger Dezernent in der Kreisverwaltung. „Andere Anbieter kennen Einzelhöfe im Wald nicht, für sie gibt es bei der Abfuhr Reibungsverluste. Das wird mit uns nicht passieren“, ist er überzeugt. Auch Engpässe bei der Bereitstellung neuer gelber Säcke, wie sie in der Vergangenheit im Kreis Uelzen auftraten, erwartet Peters nicht. „Wir werden möglicherweise die Zahl der Ausgabestellen erhöhen“, sagt er. Das Ziel sei, den Haushalten einen besseren Service bei der Abfuhr der Wertstoffsäcke zu bieten.

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