Kreis bremst Café-Pläne der Stadt

Entgegen der Hoffnungen der Stadt Uelzen wird im Alten Rathaus keine öffentliche Gastronomie eingerichtet.

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Die Hoffnungen der Stadt Uelzen, dass mit dem Einzug der Kreisvolkshochschule (KVHS) in das Alte Rathaus ein größeres öffentliches Café in dem Gebäude eingerichtet wird, haben einen Dämpfer bekommen. So sieht der jetzt vorliegende Entwurf des Mietvertrages lediglich „Verköstigungen mittels einer kleinen Gastronomie für Nutzer der Veranstaltungen des Hauses“ vor. Der Kreisausschuss hat diesem Vertragsentwurf am Dienstag zugestimmt.

Demnach soll im Ergeschoss des Alten Rathauses ein multifunktional nutzbarer Bereich geschaffen werden. In diesem soll die KVHS sowohl ihr Kundencenter einrichten als auch Unterricht für geschlossene Gruppen anbieten sowie öffentliche Veranstaltungen wie Vorträge, Ausstellungen und Konzerte abhalten. Das künftige Café soll hingegen nur einen kleinen Teil des Multifunktionssaals einnehmen und zum Beispiel durch bewegliche Glaselemente abgetrennt werden.

Auch darf die KVHS den Verköstigungsbereich laut Mietvertrag nicht in Eigenregie betreiben, sondern muss ihn möglichst an einen gemeinnützigen Träger verpachten. „Ein konzessionierter Gastronomiebetrieb ist aber nicht erlaubt“, betont Landrat Theodor Elster.

Karsten Scheele-Krogull, Baudezernent der Stadt Uelzen, zeigt sich über die Bedingungen des Mietvertrages jedoch nicht enttäuscht. „Ich glaube, dass die KVHS bei ihren Veranstaltungen im Alten Rathaus massiven Zulauf bekommen wird“, sagt er. Das eröffne die Möglichkeiten für eine größere Gastronomie. „Die künftige Nutzung wird dort nicht wesentlich von dem abweichen, was sich die Stadt vorgestellt hat“, glaubt er.

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