Freundinnen inspirieren sich gegenseitig mit verschiedenen Techniken / Ausstellung ab 17. März

Kreatives Quintett im Malfieber

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Gudrun Witte (von li.), Irene Werner, Helga Bauer und Johanna Beier inspirieren sich beim Malen gegenseitig. Am 17. März eröffnen sie ihre erste gemeinsame Ausstellung. Helga Berres aus Bad Bevensen gehört ebenfalls zu der Gruppe.

Uelzen-Oldenstadt. Aquarell, Acryl, Öl oder Kreide – sie sind so verschieden wie ihre Maltechniken, doch wenn sie gemeinsam ihrem liebsten Hobby nachgehen, sprechen sie dieselbe Sprache: Fünf Damen haben sich durch einige Zufälle gefunden und eine Malgruppe gegründet.

Alle 14 Tage treffen sie sich im Atelier des Bundes bildender Künstler Uelzen „Am Alten Kreishaus“ in Oldenstadt. Dann wird zusammen gemalt und jede Menge gelacht. Kaum ein Jahr später organisieren die Freundinnen bereits ihre erste gemeinsame Ausstellung, die am 17. März eröffnet wird.

„Meine Bilder sind wie meine Kinder“, sagt Irene Werner. Ihr ganzes Haus hängt voll mit ihnen, doch trennen möchte sich die 73-Jährige von keinem. Doch was, wenn ein Besucher der Ausstellung ein Bild von ihr kaufen möchte? „Ich glaube, dann müsste ich das Bild noch einmal malen“, antwortet Irene Werner schmunzelnd.

Gudrun Witte ist da anders. Die Uelzener Künstlerin verkauft ihre abstrakten Landschaftsbilder gerne, denn auch sie hat mittlerweile zuhause keinen Platz mehr. „Darum male ich mittlerweile mehr Kleinformate“, erklärt sie augenzwinkernd. Auf einer Kunstfahrt haben sich die Frauen kennengelernt – und entschieden, dass gemeinsam Malen mehr Spaß macht als alleine im stillen Kämmerlein. „Wir inspirieren uns gegenseitig“, erklärt Irene Werner.

Das bestätigt auch Helga Bauer aus Holdenstedt, die am liebsten mit Pastellkreide arbeitet. Die 71-Jährige fertigt oft Porträts an – entweder als Auftrag oder als Geschenk. „Neulich habe ich ein Kinderfoto in schwarz-weiß gesehen“, erzählt sie. „Das habe ich in Farbe nachgemalt und dem Baby eine blaue Kapuze aufgesetzt.“ Die Vierte im Bunde, Johanna Beier, hat viel von ihr gelernt. „Früher haben mich kalligrafische Schriften interessiert. Jetzt, mit über 60, habe ich das Aquarellieren für mich entdeckt.“

Die Vernissage in der Galerie des BBK findet um 16 Uhr statt, danach ist die Ausstellung bis zum 8. April jeweils sonnabends und sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr zu sehen.

Von Sandra Hackenberg

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