Arbeiten werden wohl länger dauern

Krachender Parkhaus-Abriss in Uelzen: Einfahrt bereits verschwunden

Ein harter Brocken: Immer wieder wird die Abbruchzange angesetzt.
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Ein harter Brocken: Immer wieder wird die Abbruchzange angesetzt.

Uelzen – Dieser Betonbrocken gibt nicht so schnell nach: Die Abbruchzange hat Mühe, ihn zu teilen. Immer wieder wird sie angesetzt – bis es kracht: Seit vergangener Woche wird das Parkhaus am Hundertwasser-Bahnhof abgetragen.

Die Rampen zum Obergeschoss stehen noch, die Einfahrt an der Kaiserstraße aber ist bereits als solche nicht mehr zu erkennen.

25 Jahre nach seiner Einweihung sind die Tage des Parkhauses gezählt. Eckhardt Meier vom Gebäudemanagement erklärt: Vier bis sechs Wochen seien für die Abbrucharbeiten vorgesehen. „Die Firma hat mitgeteilt, dass das eng wird“, sagt er. Bis Weihnachten seien aber die Arbeiten sicherlich abgeschlossen.

Die Zufahrt lag mittig – „die Abrissmaschinen arbeiten sich nun nach rechts und links voran“, so Meier. Das Parkhaus besteht vor allem aus Beton, einer Asphaltschicht im Obergeschoss, Sandstein und Verklinkerung. Vor Ort werden die Trümmer auf der zur Bahn gelegenen Seite abgelegt, dort von Spezialmaschinen gemahlen. „Ein Teil des Materials kann wieder genutzt werden“, berichtet Meier.

Für die Parkplätze im Erdgeschoss waren Pflastersteine gesetzt worden. Uelzener wünschen sich, sie mitnehmen zu können, jetzt, da das Parkhaus abgetragen wird. Dem Wunsch könne aber nicht entsprochen werden, so Meier. Um sich voranarbeiten zu können, brauchen die Maschinen festen Grund.

Der Abbruch startete später als gedacht, jetzt zieht er sich – das bringt die Stadt beim geplanten Neubau auf gleicher Fläche aber nicht in die Bredouille. Errichtet wird das neue Parkhaus erst im kommenden Jahr – und zwar, nach derzeitigem Planungsstand, ab Juni.

Ein bisher kommunizierter Starttermin im Frühjahr verschiebt sich coronabedingt. Stadtsprecherin Ute Krüger: „Erschwerte Arbeitsabläufe wirken sich auf den Baustart mit rund einem Monat aus.“

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Die Detailplanung für das neue Bauwerk steht auch noch aus: In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren wird zurzeit ein geeignetes Planungsbüro gesucht. „Es läuft die Bewerbungsfrist“, so Sprecherin Ute Krüger. Eine Auswahl werde voraussichtlich im November erfolgen. Ohne Detailplanung auch noch keine Ausschreibung der Baumaßnahme und damit keine Antwort auf die Frage, wie stark tatsächlich der Neubau zu Buche schlagen wird. In den groben Planungen sind, wie berichtet, 8,3 Millionen Euro vorgesehen. Uelzen kann mit 3,5 Millionen Euro vom Land rechnen. VON NORMAN REUTER

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