Kreis Uelzen: Bei geplantem Liniennetz gibt es weiteren „Abstimmungsbedarf“

Konzept dreht neue Runde

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„Optimierungsschritte“: Mit eingebunden in das Verkehrskonzept ist die Schülerbeförderung. Und bei dieser muss nun noch einmal nachjustiert werden.

Uelzen/Landkreis. Das neue Verkehrskonzept für den Landkreis Uelzen muss eine weitere Runde drehen, bevor die Politik den Entwurf für das Liniennetz auf den Tisch bekommt.

Die Folge: „Es ist noch unklar, ob der Kreistag bei seiner Sitzung im April sich mit dem Papier befassen kann“, erklärt Martin Theine, Pressesprecher des Kreises, auf AZ-Nachfrage. Er spricht von einem „weiteren umfangreichen Abstimmungsbedarf“, was das Verkehrskonzept betrifft.

Dietmar Opalka, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen (VNO), die den Entwurf erarbeitet hat, wird konkreter: „Der Entwurf muss nach Rücksprache mit der RBB an verschiedenen Stellen noch einmal überarbeitet werden.“ Die Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) ist für den ÖPNV im Landkreis zuständig, übernimmt auch den Schülerverkehr. Und bei diesem soll nach Auskunft von Opalka noch einmal nachgebessert werden. „Einzelne Fahrpläne sind hier anzupassen, Hinweise der RBB aus der Praxis müssen Berücksichtigung finden“, erklärt der Geschäftsführer.

Er sei jedoch zuversichtlich, dass bis Ende Februar die „Optimierungsschritte“ abgeschlossen sein werden. „Dann müsste es auch noch mit einer politischen Auseinandersetzung im April klappen“, hofft Opalka. Allerdings: Eine Unbekannte bei dem neuen Verkehrskonzept sei noch der Finanzbedarf. Gegenwärtige berechne die RBB die Kosten für das neue Liniennetz, Aussagen über die dafür benötigten Mittel gebe es jedoch noch keine. Im Jahr 2011 betrugen die Kosten des Kreises für den ÖPNV, den Schülerverkehr nicht mit eingerechnet, circa 900 000 Euro. Als Ziel hatte sich die VNO vorgenommen, den bisherigen Finanzrahmen mit dem neuen Entwurf nicht zu sprengen. Von der RBB war in dieser Woche zu ihren Berechnungen keine Auskunft zu bekommen.

Für den Fall, dass die Überarbeitung des Konzeptes und die politischen Beratungen sich sich in die Länge ziehen sollten – eine Entscheidung damit nicht im April fällt – , scheint es fraglich, ob das Ziel von VNO und RBB, die schrittweise Umstellung des Fahrplans bis zum Schuljahresbeginn 2013/14, eingehalten werden kann. Ab dem Frühjahr, so war es bislang vorgesehen, sollten nach und nach die neuen Routen angefahren werden. Für diese sind nicht nur weitere Fahrziele zu bislang nicht angesteuerten Orten im Konzept eingeplant, sondern auch eine höhere Taktung der Busse auf den Streckenlinien in den Bereichen der Stadt Uelzen und den Kommunen des Landkreises.

Von Norman Reuter

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