Bisher 158 Verfahren zu Corona-Verstößen

Corona-Verstöße im Kreis Uelzen: Kontrollen am See und auf dem Markt

Mitarbeiter von Ordnungsämtern und Polizisten sind im Einsatz, um festzustellen, ob die Menschen sich an die Corona-Vorgaben halten. Bei Verstößen drohen Bußgelder.
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Mitarbeiter von Ordnungsämtern und Polizisten sind im Einsatz, um festzustellen, ob die Menschen sich an die Corona-Vorgaben halten. Bei Verstößen drohen Bußgelder.

Uelzen/Landkreis – Der freundliche Hinweis kommt von einem jungen Mann. Er hat auf dem Uelzener Wochenmarkt Posten bezogen. Sieht er einen Besucher ohne die für den Markt vorgeschriebene Maske, erfolgt ein entsprechender Hinweis, dass der Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist.

Mitarbeiter aus den Ordnungsämtern der Kommunen im Landkreis Uelzen kontrollieren auf Bitten des Gesundheitsamtes Uelzen/Lüchow-Dannenberg, ob die Vorgaben zum Corona-Infektionsschutz eingehalten werden. Auch die Polizei ist im Einsatz. Bei Verstößen obliegt es dann dem Gesundheitsamt, ein Verfahren einzuleiten. Das ist im Kreisgebiet bisher in 158 Fällen geschehen – 43 Verfahren sind wieder eingestellt worden. Wie das Gesundheitsamt über die Kreisverwaltung mitteilen lässt, entfielen mehr als die Hälfte der Verstöße gegen die Corona-Auflagen auf das Uelzener Stadtgebiet.

Insgesamt wurden im Landkreis bisher Bußgelder in Höhe von 14  500 Euro verhängt, die höchste Einzelstrafe lag bei 350 Euro, weil mehrfach gegen das Ansammlungsverbot verstoßen wurde. Die Einnahmen aus den Bußgeldern fließen in den Haushalt des Gesundheitsamtes.

Bei den Kontrollen haben die Kommunen beliebte Ausflugsziele im Blick, an denen es beispielsweise wetterbedingt zu größeren Menschenansammlungen kommen könnte. So teilt die Samtgemeinde Rosche mit, dass man „Hotspots“ wie den Einzelhandel oder auch den Baggersee bei Rosche im Blick habe. Die Samtgemeinde Aue erklärt, man reagiere auch „unverzüglich“, wenn der Verwaltung Verstöße gemeldet würden. Die Stadt Uelzen macht die Zahl der Mitarbeiter für Kontrollgänge abhängig von Wochentagen und der Wettersituation. „Wir suchen Geschäfte, Restaurants und den Wochenmarkt auf“, so Stadtsprecherin Ute Krüger. Bürgermeister Dr. Merlin Franke berichtet für die Gemeinde Bienenbüttel, dass es mit einem deutlich verstärkten Ordnungsamt regelmäßig Kontrollfahrten und -gänge gebe.

Franke betont, dass die Masse der Bienenbütteler Bevölkerung sich stets vorbildlich verhalte. Bei Verstößen hätten sich die Betroffenen „reumütig und einsichtig gezeigt und ihr Verhalten entsprechend umgehend angepasst“. Bußgelder seien deshalb bisher noch nicht im Bereich Bienenbüttel ausgesprochen worden.

VON NORMAN REUTER

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