Ausbau alter Technik startet

Kommende Woche beginnt die Sanierung des Theaters an der Ilmenau

Die zukünftige Fassadengestaltung am Theater an der Ilmenau soll noch vom Kulturausschuss mit entschieden werden.
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Die zukünftige Fassadengestaltung am Theater an der Ilmenau soll noch vom Kulturausschuss mit entschieden werden.

Uelzen – Die Sanierung des Theaters an der Ilmenau geht die ersten Schritte. In der kommenden oder übernächsten Woche soll laut Uelzens Erstem Stadtrat, Florian Ebeling, damit begonnen werden, die 50 Jahre alte Bühnentechnik auszubauen.

Noch Ende dieses Jahres soll dann mit dem Einbau der neuen Bühnentechnik begonnen werden, erklärte Ebeling im Kulturausschuss. Anschließend wird die Audio- und Videotechnik im Theater erneuert. Vier Millionen Euro sind für die Modernisierung der Technik eingeplant. Für die Gebäudesanierung fallen zwei Millionen Euro an.

Dort soll die Politik miteinbezogen werden, wie etwa bei der Neugestaltung der Fassade, kündigte der Erste Stadtrat an. „Beim Gebäudeteil sollen Alternativen vorgestellt werden“, sagte Ebeling. So müsse bei der Fassade entschieden werden, ob diese mit Holz oder Schiefer verkleidet werden soll. Dabei solle sich alles im Kostenrahmen halten. Auch das Eröffnungsdatum im nächsten Jahr, den 1. Oktober, werde man voraussichtlich einhalten können.

„Die Arbeiten sind so geplant, dass der Betrieb auch bei Verzögerungen etwa bei der Fassade stattfinden kann“, erklärte Julius Pöhnert, Leiter der Veranstaltungsstätten der Hansestadt Uelzen, auf Nachfrage. Um dies sicherzustellen, wird die Bühnentechnik als erstes eingebaut. Zudem ist eine Audioschleife für schwerhörige Menschen in Teilen des Theaters geplant und eine App-Unterstützung für Hörgeräte. Dies trage ebenso zur Barrierefreiheit bei wie ein Fahrstuhl.

„Mit dem moderneren Theater erhalten wir dann auch die Möglichkeit, mehr Produktionen anzulocken“, erklärte Pöhnert auf Nachfrage Joachim Delekats (UWG), wie die Auslastung des Theaters gesteigert werden soll. Denn die bisherige Bühnentechnik sei auch ein Kostenfaktor für Produktionen gewesen, weil mehr Techniker eingesetzt werden mussten. Insgesamt gehe es jetzt einfacher und schneller. Die Modernisierung werde daher zu einer höheren Auslastung des Theaters führen.

Parallel sollen neue Mieter geworben werden und vermehrt auch alternative Produktionen veranstaltet werden. Neben großen Veranstaltungen sollen dazu auch kleinere wie Lesungen beitragen oder auch der Auftritt einer lokalen Theatergruppe. „Das Angebot soll möglichst breit gefächert werden“, sagte Pöhnert. So solle das Theater auch wieder zu einem Ort der kulturellen Begegnung über die bloße Veranstaltung hinaus werden. VON LARS LOHMANN

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