AZ-Leserbrief zur möglichen Sanierung des Theaters an der Ilmenau

Jan König geht auf Jan Koennig ein

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Das Theater an der Ilmenau gehört mit derzeit maximal 742 Sitzplätzen (Gr. Saal) zu den größten in der Region.

Zur möglichen Sanierung des Theaters an der Ilmenau schrieb Jan Koennig aus Uelzen am 13. November in einem Leserbrief an die AZ: „Schrottreif und ineffizient. “ Nun geht sein Namensvetter Jan König – auch aus Uelzen – auf diesen Leserbrief ein:

Das Theater an der Ilmenau wurde 1970 nach langjähriger Planung als eine der modernsten Spielstätten Norddeutschlands fertiggestellt. Daran hat sich wenig geändert: Die technische Ausstattung und insbesondere die bis heute besonders beachtenswerte Akustik sind ein Schatz für kulturelle Veranstaltungen. Uelzen muss damit den Vergleich mit Nachbarstädten nicht scheuen — im Gegenteil. Dass Spielhäuser der Pflege und durchaus auch aufwendigen Wartungen unterliegen, besonders nach fast vier Jahrzehnten, ist dabei schlicht zu erwarten. Das Theater deshalb aber für eine neu zu bauende Mehrzweckhalle einzutauschen, wie es Leserbriefschreiber Jan Koennig (mit oe und zwei nn) vorschlägt, deren Kosten sicherlich um vieles höher wären, ist nicht nachvollziehbar. Auch deshalb, weil Uelzen so einen Veranstaltungsort längst hat. Hier für fleißige und engagierte private Unternehmer mutwillig eine direkte Konkurrenz aus öffentlicher Hand zu schaffen, kann weder im Interesse der Stadt sein, noch ist sie der Kultur dienlich. Das Theater dagegen zu erhalten und, wie vor einigen Monaten bereits im Rat angedacht, zu erweitern, ist dagegen wünschenswert und dringend erforderlich. Lüneburgs Bürgermeister Mädge erkannte schon vor Jahren, dass vor allem die Förderung von Kultur Lebensqualität schaffe, die eine Stadt belebe und sich auszahle. Die Entwicklung der verschlafenen, ehemaligen Soldaten- und Beamtenstadt ist bekannt. Vielleicht sollte man daraus einfach einmal lernen, ganz ohne Gutachten.

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