Helios gibt Nachfolge von Franz Caesar bekannt / Gründe für die Trennung nennt das Unternehmen nicht

Klinikum: Ein 26-Jähriger soll es richten

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Im Uelzener Klinikum wechselt die Geschäftsführung.

Uelzen. Das Uelzener Helios-Klinikum wird künftig von einem 26-jährigen Geschäftsführer geleitet: Gestern wurde bekannt gegeben, dass Stefan Starke die Nachfolge von Franz Caesar antritt.

Caesar hatte das Uelzener Krankenhaus seit 1992 geleitet, unter anderem unter der Regie zunächst des Landkreises und dann des Rhön-Konzerns. Über die Gründe für seine Freistellung machte die Helios-Kliniken-Gruppe gestern keine Angaben, „die Wege trennen sich“, hieß es lediglich.

Stefan Starke

Die Berufung einer Nachwuchs-Führungskraft ruft in der Belegschaft nach AZ-Recherchen gemischte Reaktionen hervor. Skeptisch wird vor allem gesehen, dass der neue Geschäftsführer keinerlei Sozialbindung in der Region hat, „das Motto heißt jetzt wohl nur noch Zahlen, Zahlen, Zahlen“, befürchtet ein leitender Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden will.

Diese Marschroute gibt Helios auch auf seiner Homepage aus. Mit vielen kleinen Maßnahmen würden unter anderem „die Fallzahlen gesteigert“, heißt es dort in der Rubrik „Was machen wir anders?“ Und unter „Was ist uns wichtig?“ ist die Rolle der Geschäftsführer definiert: Sie „entscheiden gemäß der lokalen Notwendigkeiten, müssen aber für die Folgen ihres Handelns auch einstehen“.

Dies trifft seit gestern auf Stefan Starke zu. Der 26-Jährige ist seit 2011 bei Helios und hat im Rahmen seiner Ausbildung mit dem Schwerpunkt Management mehrere Kliniken in der Unternehmensgruppe kennengelernt. Von 2013 bis jetzt war er Assistent der Geschäftsführung am Helios-Klinikum Schleswig. Am Klinikum Uelzen sind rund 750 Mitarbeiter beschäftigt.

Von Thomas Mitzlaff

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