Neuer Hindernis-Parcours wird bei Sommerfest des Postsportvereins eingeweiht

Klettern, springen, kriechen

+
Der Parcours ist eröffnet (v.l.): Bürgermeister Jürgen Markwardt, Landrat Heiko Blume und Mario Miklis, 1. Vorsitzender des Kreissportbunds, zerschneiden gemeinsam das Absperrband.

Uelzen. „Ob das denn wohl was werden wird?“ Bürgermeister Jürgen Markwardt erinnert sich noch gut an den Tag vor rund zwei Jahren, als Jürgen Köchlin und Tanja Rochford ihn in seinem Büro aufsuchten und ihm ihre Idee von einem Hindernis-Parcours auf dem Gelände des Postsportvereins (PSV) vorstellten.

Am Sonntag nun steht Markwardt, umgeben von vielen sportbegeisterten Kindern des von Tanja Rochford geleiteten „Kids-Club“, auf just diesem Teil des Platzes, um im Rahmen des PSV-Sommerfestes die neue Hindernis-Laufstrecke einzuweihen.

In seinem Teil der Ansprache geht Jürgen Köchlin, Ehrenvorsitzender des PSV, weit zurück. „Anfang der 70er-Jahre war das hier noch landwirtschaftlich genutzte Fläche mit einer Kuhtränke, dem sogenannten Kuhteich.“ Ende der 70er, Anfang der 80er – so führt er weiter aus – wurde der Sportplatz angelegt. Boris Becker machte Tennis populär – auch am Kuhteich-Sportplatz entstand ein Tennis-Court. Doch die Begeisterung für Tennis ließ wieder nach, das Areal rief nach einer neuen Verwendung. Und dann kam diese Idee mit dem Hindernis-Parcours auf.

Von vielen Seiten seien die finanziellen Mittel geflossen, um dieses im weiten Umkreis einzigartige Projekt zu ermöglichen: Stadt, Kreis und der Kreissportbund sind ebenso unter den Geldgebern wie viele Sponsoren aus Handel und Gewerbe. Doch gleich wichtig seien die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die sich uneigennützig für diese Anlage einsetzten. Für den Landkreis überbrachte Landrat Heiko Blume die besten Wünsche: „Es beeindruckt mich immer wieder, dass hier nicht nur Kinder stark gemacht werden, sondern auch Erwachsene und Menschen mit Handy-cap.“

Natürlich muss der Bürgermeister mit den Kids den Hindernislauf absolvieren, was im Einzelnen heißt, dass er klettern, balancieren, springen, laufen – ja, auch kriechen muss.

Nach der Einweihungs-Zeremonie verteilen sich die Gäste an die Stände, an denen sich 20 Sparten des PSV darstellen. Im Zelt der Schachgruppe sitzen sich Alt und Jung gegenüber, mit ernsten Gesichtern die Jüngeren, entspannt dreinschauend die alten Hasen. Die Radfahr-Gruppe ermöglicht, mit Rädern die eigene Leistungsfähigkeit zu testen, während andernorts die Linedancer mit schwungvollen Rhythmen auf sich aufmerksam machen. Das leibliche Wohl kommt bei alledem nicht zu kurz: Es gibt Eis, Limo, Bier und Schmackhaftes von der „Bruderhahn“-Initiative.

Von Folkert Frels

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare