Westerweyher Hugo-Steinfeld-Straße besteht Abnahme / Ortsrat weist auf Mängel hin

„Kleine Rennstrecke“ auf Prüfstand

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Nahmen die Hugo-Steinfeld-Straße in Augenschein: Karl-Heinz Günther, Timo Bartelt und Nils Hilmer (von links).

Uelzen-Westerweyhe. „Es galt viele Steine aus dem Weg zu räumen auf dem Weg hier...“ Rums! Die Stimme von Bernd Behns wird vom Lärm eines vorbeifahrenden Kleinlasters verschluckt.

Gemeint ist der Weg zum fertigen Ausbau der Westerweyher Hugo-Steinfeld-Straße, die der Fachbereichsleiter Straßen der Stadt Uelzen zusammen mit Mitgliedern des Ortsrats am Dienstag in Augenschein nahm. Ergebnis: An einigen Steinchen stoßen sich die Westerweyher Bürger nach wie vor.

Punkt eins: Die Laternen zwischen der Straße „Grüner Weg“ und dem Westerweyher Kindergarten. Warum diese näher an der Straße stünden als sonst üblich, wollen die Ortsratsmitglieder wissen. „Die Optik ist die eine Sache, die andere ist die Funktionalität“, sagt Henning Stöcks. „Ich habe gehört, die leuchten schlecht aus.“ Stadtmitarbeiter Timo Bartelt aber versichert, die Stadtwerke hätten die Funktionalität der Laternen bestätigt. Näher an die Straße gesetzt habe man sie nur, weil im Bereich des Fußgängerwegs zwei Gasleitungen im Weg gewesen seien. Diese zu verlegen, hätte zusätzliche Kosten bedeutet.

Am Ende der Straße – in der Kurve zwischen Kindergarten und Bahnübergang – das nächste Problem: „Das Wasser steht hier großflächig“, sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther und deutet auf den Bereich zwischen neuer und alter Fahrbahn der Industriestraße. „Wir haben Winter, wir haben Eis – und die Leute fahren hier nicht langsam.“

Letzteres Übel hatten Anwohner, wie berichtet, auch nach Abschluss des ersten Abschnitts der Hugo-Steinfeld-Straße moniert. Die Autofahrer seien auf der ebenen Straße noch schneller unterwegs als vor dem Ausbau, klagte ein Anwohner im Ortsrat. Günther bestätigt das: „Ja, das ist eine kleine Rennstrecke...“

Um 14.30 Uhr herrscht Hochbetrieb auf der Westerweyher Ortsdurchfahrt: Kinder marschieren über den Gehweg, Autos und Laster rauschen an der Gruppe vorbei. Einer, der es nicht abwarten konnte, sei bereits unmittelbar nach der Asphaltierung über die Fahrbahn gefahren – trotz Absperrung, ärgert sich Günther und begutachtet mit skeptischer Miene den Untergrund. Es soll leichte Vertiefungen geben, Behn aber rät davon ab, an dieser Stelle nachzubessern. Das ließe sich nur „verschlimmbessern“. Im Abnahmeprotokoll werden keine Mängel notiert.

Als dritter Bauabschnitt wird die Sanierung vom Bahnübergang bis zum Ortsausgang in Richtung Kirchweyhe in Angriff genommen. Wann es losgeht, hängt noch von der Genehmigung des Haushalts ab. Behn geht aber davon aus, dass die Arbeiten in diesem Jahr beginnen können.

Von Anna Petersen

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