Die Kleiderfrage ...

. . . hat gestern wieder die Gespräche unter den Kolleginnen in der Mittagspause bestimmt. Noch schnell verschwanden zwei von ihnen in der Innenstadt und kamen mit geheimnisvollen Tüten bepackt zurück.

Zwei andere haben sich zum gefühlt hundertsten Mal den Inhalt ihres Kleiderschranks ins Gedächtnis gerufen und sind beim Mittagessen sämtliche Optionen durchgegangen, damit sie heute Abend bei der großen „Mensch“-Gala nicht unangenehm auffallen. Lieber das kleine Schwarze oder ein Kostüm, einen Hosenanzug oder Rock und Bluse? Und welche Schuhe stehen zur Wahl – mit oder ohne Absatz, farbig oder lieber unauffällig? Und welche Accessoires und welche Frisur? Es gibt also viele Punkte abzustimmen mit den Kolleginnen, damit Frau Uhlenköper nicht vollkommen aus dem Rahmen fällt. Eines ist für sie schon mal klar: Jeans und Turnschuhe gehören nicht zur engeren Auswahl, soviel kann sie verraten. Sie hat sich jetzt im Kopf einen Plan A zurechtgelegt – und für den Fall, dass sie morgen in einer anderen Stimmung als heute ist, gibt es auch einen Plan B. In diesem Fall beneidet sie die männlichen Kollegen, bei denen es doch nur einen einzigen Plan geben kann, findet Frau Uhlenköper.

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