Langjähriger Vorsitzender des TV Uelzen hört auf / Mitglieder wählen am 24. Januar Nachfolger

Klaus Langer spielt den Ball weiter

+
Ein Handballer mit Leib und Seele: Klaus Langer vor der Wand mit den Vereinswimpeln, die er in 29 Jahren Vorstandsarbeit erhalten hat. In wenigen Tagen gibt er sein Amt beim TVU ab.

Uelzen. An jenen Tag in den 80er Jahren hat Klaus Langer, Vorsitzender des TV Uelzen, noch immer lebhafte Erinnerungen. Damals war er als Trainer mit seinen A-Junioren-Handballern bei einem Oberliga-Punktspiel in Hannoversch Münden.

Erst spätnachts kehrte er nach Uelzen zurück, nur um von seiner Ehefrau Annegret zu erfahren, dass er am nächsten Vormittag um 11 Uhr eine Partie der Handball-Regionalliga in Bremen als Schiedsrichter pfeifen musste. „Aber ich habe das zeitlich hingekriegt“, erzählt Langer schmunzelnd, und seine Frau fügt süffisant hinzu: „Und das war kein Einzelfall. “.

Bereits seit 1985 engagiert sich Langer im Vorstand des TVU, der mit derzeit etwa 1740 Mitgliedern der zahlenmäßig größte Verein im Landkreis ist. Zunächst war Langer acht Jahre lang stellvertretender Vorsitzender, seit 21 Jahren ist er nun Vereinschef – „alles ehrenamtlich“, wie er betont. Doch am Freitag, 24. Januar, geht eine Ära zu Ende: Der 65-Jährige wird sein Amt auf der Jahreshauptversammlung des TVU abgeben. Beginn ist um 19 Uhr im Vereinsheim am Fischerhof.

Er habe jemanden gefunden, der sein Nachfolger werden wolle, erklärt Langer und fügt lachend hinzu: „Diese Gelegenheit musste ich beim Schopfe packen.“ Den Namen des Kandidaten will er noch nicht verraten, diesen erfahren die Mitglieder auf der Versammlung am 24. Januar. „Lassen Sie sich überraschen“, sagt Langer nur.

In den vergangenen 29 Jahren habe es viele Höhepunkte im Vereinsleben gegeben, schwärmt der ehemalige Handballer, der seit 1958 TVU-Mitglied ist und bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2012 Konrektor der Pestalozzischule war. Das sportliche Highlight sei die Ausrichtung des „Niedersachsen-Cups NTB Dance“ 2009 in der Sporthalle des Herzog-Ernst-Gymnasiums gewesen. Diesen Landesentscheid moderierte Langer auch.

Zudem war er Handball-Schiedsrichter – gemeinsam mit Rainer Nowak leitete er mehr als 600 Spiele bis in die Regionalliga. Gern erinnert Langer sich auch an die sechs Jahre, in denen er seine Handballschützlinge von der C- bis zur A-Jugend trainierte und schließlich in die Oberliga führte. „Sport durchzieht mein ganzes Leben. Aber das war meine emotionalste Zeit im TVU“, sagt er.

Für die Zukunft wünscht Langer seinem Verein mehr Aktive in der Altersgruppe zwischen 20 und 45 Jahren. Denn auch hier mache sich der demografische Wandel mit sinkenden Mitgliederzahlen bemerkbar.

Und was hat der engagierte Ehrenamtliche, dessen Privatleben in all den Jahren häufig hinter den Sport zurücktreten musste, für die Zeit nach dem 24. Januar vor? „Dreimal T“, verrät Langer. „Mehr Tennis spielen, mehr Thermenbesuche in Bad Bevensen und mehr gemeinsame Reisen mit meiner Frau nach Travemünde, wo wir eine Ferienwohnung haben.“ Seine Gattin hätte da übrigens noch einen Vorschlag, der mit T beginnt: „Weniger Termine.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare