Klares Votum für die Schule

Wird der Ort Soltendieck ohne Schule und Spielkreis nicht mehr attraktiv genug für junge Familien mit Kindern? Archivfoto: Ph. Schulze

Soltendieck - Von Jörn Nolting. Ein klares Statement der Gemeinde zum Schulstandort Soltendieck und zum Spielkreis forderten die Vertreter der Wählergemeinschaft Bad Bodenteich, Lüder und Soltendieck (WGB) während der jüngsten Sitzung der Gemeinde. Sie verfassten eine Resolution, die von der Mehrheit des Gemeinderates allerdings nicht mitgetragen wurde. Sehr zur Enttäuschung der beiden WGB-Vertreter Frank Siemon und Joseph Zettelmaier.

„Wir hätten rechtzeitig Pflöcke einschlagen können und sagen, dass uns die Schule und der Spielkreis wichtig sind“, sagt Joseph Zettelmaier. Zwar haben die Ratsmitglieder der Resolution nicht zugestimmt, aber sich deutlich für den Erhalt der Schule und des Spielkreises ausgesprochen.

„Wir wollen nicht einen Zettel an die Samtgemeinde weitergeben, der dann in einer Akte verschwindet“, sagt Bürgermeister Jürgen Wöhling. Der Wille der Gemeinde soll nach außen hin für jeden erkennbar sein. „Wenn die Schule und der Spielkreis weg sind, dann geht Kultur im Ort verloren“, prophezeit der Bürgermeister. Und auch die Vertreter der WGB machen sich Sorgen um die Zukunft des Ortes. „Der Erhalt der Grundschule und des Spielkreises ist für unsere Gemeindestruktur lebensnotwendig“, betont die WGB in ihrer Resolution. In den vergangen Jahren haben sich viele junge Familien in Soltendieck niedergelassen und vertrauen darauf, dass ihre Kinder vor und nach der Schule einen erträglichen Schulweg haben – so die Meinung der Wählergemeinschaft.

Auch wenn die Zahlen für die Soltendiecker Schule laut Schulgutachten für die Jahre 2015 und 2016 in den derzeitigen Berechnungen einen Tiefststand der Einschulungen prognostizieren, heißt es für die Vertreter der Gemeinde nicht, dass sich dieser Tiefststand auch fortsetzen wird. „Was ist die Gemeinde ohne die Schule und den Spielkreis?“, fragt sich Joseph Zettelmaier.

Er knüpft auch den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses eng an den Erhalt der Schule. „Die Kinder wachsen mit einer engen Bindung an die Gemeinde Soltendieck bereits im Spielkreis auf. Das setzt sich mit dem Besuch der Grundschule fort“, schildert der Vertreter der WGB.

„Es kann nicht sein, dass nur Zahlen über dass Wohl der Kinder entscheiden“, fordern die Vertreter der Wählergemeinschaft. Gerade in Hinblick auf die Fusion sollen keine Schnellschüsse gemacht werden. „Wir haben auch einen sehr aktiven Elternverein“, betont Jürgen Wöhling. In diesem Verein setzen sich selbst Eltern ein, deren Kinder nicht mehr die Grundschule besuchen. Ein gutes Zeichen, findet der Bürgermeister. Über den Erhalt der Grundschule und des Spielkreises sind sich also alle einig. Nur die Art und Weise es nach draußen zu transportieren – da gehen die Wege auseinander.

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